"Ich glaube, wir haben eine realistische erste Woche gesehen mit einer positiven Überraschung im Short-Track. Die Bronzemedaille für die Mixed-Staffel und ansonsten vier Top-8-Plätze – das ist schon mal sehr, sehr positiv", lautet das zufriedenstellende Fazit von Delegationsleiter Olaf Spahl nach der ersten Woche.
Besonders im Biathlon sieht Spahl Fortschritte bei den Frauen: "Wir haben gesehen, dass die Frauen gute Resultate geliefert haben, sowohl Lotte als auch Maya. Florence hat auch zwei ordentliche Rennen gemacht. Das Ergebnis ist schon ein bisschen besser als vor vier Jahren."
Die zweite Woche richtet den Fokus auf die Wettkämpfe in Mailand: "Mit Hanne haben wir eine gute Möglichkeit auf den 1.000 Metern. Die Männer-Staffel im Short Track kommt an den Start, wir haben vier Athleten im Massenstart und auch die beiden Eiskunstläuferinnen. Zudem stehen Slalom mit Armand Marchant und Sam Maes sowie das Skimountaineering am Donnerstag auf dem Programm."
Langfristig betont Spahl die Herausforderungen für Belgien im Leistungssport: "Materialschlacht ist ein Stichwort, wo eine Nation wie Belgien es schwer hat, mit den großen Nationen mitzuhalten. Wir müssen unsere Wünsche an die Realitäten anpassen oder zusätzliche Mittel bereitstellen.“
Er verweist auf die Effizienz des belgischen Systems: "Wenn wir sehen, wie viel Geld investiert wird und was dafür herauskommt, dann ist das sehr, sehr beachtlich. Das Programm von Kim Meylemans kostet rund 150.000 Euro im Jahr – ein Zehntel von dem, was Deutschland in die gleiche Disziplin investiert."
Radio-Interview mit Olav Spahl im Player:
Christophe Ramjoie