Kim Meylemans hat im dritten Lauf des Skeleton-Wettbewerbs bei Olympia ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Sie erzielte die drittschnellste Zeit des Durchgangs und verbesserte sich damit vom achten Rang – nach den ersten beiden Läufen am Freitag – auf Platz sechs in der Gesamtwertung. Zur führenden Athletin fehlten ihr lediglich fünf Hundertstelsekunden.
Im vierten Durchgang lief es jedoch nicht nach Wunsch. Meylemans schüttelte im Ziel den Kopf. Ein kleiner Fehler gleich zu Beginn ihrer Fahrt machte den Lauf zu ihrem schwächsten. Den Rückstand konnte sie im weiteren Verlauf nicht mehr wettmachen. Zwar lag sie zwischenzeitlich vorläufig auf dem ersten Rang, doch eine weitere Verbesserung im Klassement gestaltete sich unter diesen Umständen schwierig. Für einen Platz auf dem Podest hätte sie mehr als eine halbe Sekunde aufholen müssen – ein anspruchsvolles Unterfangen im hochklassigen Teilnehmerfeld.
Tränen der Enttäuschung flossen nach dem vierten Lauf bei Meylemans, die sich mehr als den sechsten Platz bei den Spielen erhofft hatte. Der Sieg ging an die Österreicherin Janine Flock vor den Deutschen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer.
Christophe Ramjoie