Nach der enttäuschenden Vorstellung am vergangenen Wochenende veränderte AS-Trainer Pinheiro sein Team im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Kortrijk auf drei Positionen. Nathan Bitumazala, Amadou Keita und Bertan Caliskan standen gegen Kortrijk in der Startelf. Mit Atteri (krank), Nuhu (gesperrt) und Delaurier-Chaubet (verletzt) fehlte ein ordentliches Pfund in der Offensive, denn das Trio hatte in dieser Saison zusammen 19 der 30 erzielten Treffer beigesteuert. Die beiden Winterneuzugänge Mashal und Zague nahmen zunächst auf der Bank Platz.
In den Anfangsminuten hatten die Hausherren Schwierigkeiten, sich gegen den Druck der Gäste aus Kortrijk zu behaupten. De Smet sorgte in der 9. Minute für den ersten Abschluss: Sein flacher Schuss von der Strafraumgrenze stellte Eupens Torhüter Hiller jedoch vor keine Probleme, der den Ball sicher unter sich begrub. Zehn Minuten später war der Schlussmann beim Schlenzer von Van Landschoot aus halbrechter Position deutlich mehr gefordert.
Eupen wirkte verunsichert und leistete sich in der Anfangsphase der Partie einige Fehler im Spielaufbau. Erst nach rund einer halben Stunde wurde das Team etwas mutiger und zeigte zumindest Ansätze, einen geordneten Angriff vorzutragen.
Kortrijks Keeper De Vlaeminck riss Caliskan in der 39. Minute im Strafraum zu Boden – Elfmeter! Möhwald schnappte sich den Ball, blieb nervenstark und jagte ihn kompromisslos zur 1:0-Führung ins Netz. Das erste Tor des Deutschen in dieser Saison. In der Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig, als Van Landschoot von der Strafraumgrenze abzog. Doch der Ball zappelte nur im Seitennetz – der Schreckmoment verpuffte, der Jubel der Gästefans erstickte im Keim. Kurz darauf war Pause: Eupen führte.

Für Nathan Bitumazala war zur zweiten Halbzeit Schluss: Angeschlagen blieb der Offensivmann in der Kabine. Dadurch kam Mustafa Mashaal zu seinem ersten Einsatz nach seiner Leihe an den Kehrweg. Sieben Minuten später feierte auch Yoram Zague sein Debüt am Kehrweg. Für ihn musste Caliskan den Platz verlassen. Kortrijk biss sich derweil weiterhin die Zähne an der Eupener Defensive aus. Die Hausherren hielten die Gäste weitgehend aus der Gefahrenzone fern – Gefahr entstand nur bei Distanzschüssen aus der zweiten Reihe.
Eupen zog sich in der Schlussphase tief zurück und verteidigte mit allem, was zur Verfügung stand. Kortrijk rannte an, mühte sich am Defensivriegel der Ostbelgier ab – und fand kein Durchkommen.
In den letzten Minuten brachte Trainer Pinheiro mit Mark Müller und Scott Kennedy für Kevin Möhwald und Gabriel Bares noch einmal frische Kräfte, um den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Mit Erfolg: Am Ende stand ein hart erkämpfter 1:0-Heimsieg.
Der erste Erfolg des Jahres lässt Eupen wieder hoffen und bringt die Ostbelgier ein Stück näher an die Playoff-Plätze heran.
Am kommenden Wochenende ist Eupen spielfrei, ehe am 21. Februar Francs Borains am Kehrweg gastiert.
Christophe Ramjoie