Gegen Lokeren möchte die AS wieder zurück in die Spur finden. Das ist aber gar nicht so einfach. Denn der Kampf um die begehrten Play-off-Plätze ist besonders spannend. Die jüngste Pleite in Lommel dürfte wohl noch etwas nachwirken. Eupen führte die Partie bis kurz vor Schluss und sah bis zur 90. Minute wie der sichere Sieger aus, ehe Lommel das Spiel noch drehen konnte.
Neben dem späten Einbruch hinterließ die Niederlage aber keine personelle Spuren: Trainer Bruno Pinheiro sah die Rote Karte. Seine Sperre von zwei Spielen wurde jedoch zur Bewährung ausgesetzt, sodass er das Spiel gegen Lokeren ganz normal von der Bank aus verfolgen kann.
Der Gegner reist mit breiter Brust an den Kehrweg. Lokeren ist seit zwölf Spielen ungeschlagen und präsentiert sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil. Die Ostflamen sind einer von drei Clubs der Challenger Pro League, gegen die ein Transferverbot verhängt wurde, zeigen auf dem Platz jedoch weiterhin Konstanz. Auch der Weggang des ehemaligen Nationalspielers Radja Nainggolan konnte den positiven Lauf bislang nicht stoppen.
Bei Eupen ist Kikas gegen Lokeren einsatzfähig und wohl auch Kandidat für die Startelf. Mashaal hingegen wird sich noch etwas gedulden müssen - der Katarer wartet weiterhin auf seine Arbeitserlaubnis. Im Tor dürfte Marco Hiller wieder zwischen die Pfosten zurückkehren.
Gegen Lokeren muss die AS vor allem eines zeigen: Stabilität über 90 Minuten. Im ersten Spiel des Jahres hatte Eupen Schwierigkeiten in der ersten Stunde, gegen Lommel wurde die letzte halbe Stunde zum Verhängnis. Ein weiterer Ausrutscher - und das Vorhaben einer Rückkehr in die 1. Division über die Aufstiegsrunde dürfte in weite Ferne rücken.
Begleitet wird die Partie zudem von einer Benefizaktion: Für jedes verkaufte Ticket - inklusive Dauerkarten - spendet die AS 50 Cent zugunsten des Benefiz-Marathons. Jeder Punkt und jedes Ticket zählt.
Christophe Ramjoie