Tour-Debütant Jakobsen mit Tagessieg – Van Aert übernimmt das Gelbe Trikot

Tour-Debütant Fabio Jakobsen hat in Nyborg die zweite Etappe der Tour de France gewonnen. Im Massenspringt setzte sich der Niederländer gegen Wout Van Aert und Max Pedersen durch. Dank der Zeitgutschrift übernimmt Van Aert das Gelbe Trikot von Yves Lampaert.

Fast zwei Jahre nach seinem Horror-Crash feiert Fabio Jakobsen bei seinem Tour-Debüt gleich einen Etappensieg (Bild: Jasper Jacobs/BRF)

Fast zwei Jahre nach seinem Horror-Crash feiert Fabio Jakobsen bei seinem Tour-Debüt gleich einen Etappensieg (Bild: Jasper Jacobs/BRF)

Blicken wir knapp zwei Jahre zurück: Bei der Polen-Rundfahrt kracht Fabio Jakobson am 5. August 2020 beim Sprint mit rund 90 Stundenkilometern in die Banden, weil sein Landsmann Dylan Groenewegen die Ideallinie verlassen hatte. Nur knapp entrann er dem Tod, zahlreiche Narben trägt er noch im Gesicht und gibt nun sein Debüt bei der Tour de France. Und feierte gleich bei der zweiten Etappe seinen ersten Sieg.

Jakobsen setzte sich in einem chaotischen Sprint gegen Wout van Aert und gegen den Dänen Mads Pedersen durch. Dank der Zeitgutschrift durch seinen zweiten Platz übernimmt Van Aert um eine Sekunde das Gelbe Trikot von Yves Lampaert. Tadej Pogacar folgt mit acht Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden.

Die vieldiskutierte Passage über die Großer-Belt-Brücke verlief alles in allem unspektakulär, auch wenn unter anderem das Gelbe Trikot gleich im Anlauf zu dieser Überquerung in einen Sturz verwickelt wurde.

Corona-Fälle bei Quick-Step Alpha Vinyl

Nach dem Auftaktsieg durch Yves Lampaert feierte der belgische Rennstall Quick-Step Alpha Vinyl bereits den zweiten Tageserfolg. Getrübt wird die Freude im Team allerdings durch mehrere Corona-Fälle. Der Sportliche Leiter Tom Steels war ebenso coronapositiv wie der Pressesprecher. Insgesamt steigt damit die Zahl der Fälle im Staff des Teams auf sieben binnen einer Woche. Als einzigen Fahrer hat es bisher Tim Declerq erwischt, der kurz vor dem Grand Départ in Kopenhagen heimreisen musste.

Im letzten Teil der Dänemark-Trilogie sollten am Sonntag wieder die Sprinter auf ihre Kosten kommen. Die dritte Etappe führt über 182 Kilometer von Vejle nach Sonderborg.

Der Wind sollte bei der Fahrt die Ostseeküste entlang keine große Rolle spielen, das Terrain ist weitgehend flach. Da es bei dieser Tour nicht viele Flachetappen gibt, werden die Sprinterteams alles für eine Massenankunft tun.

Dabei können sich die Fahrer ruhig verausgaben, denn am Montag steht der Transfer nach Frankreich und damit schon der erste Ruhetag an.

sporza/sp