Djokovic nennt Wimbledon-Aus für russische Tennisprofis „verrückt“

Der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic hat den Ausschluss russischer und belarussischer Tennisprofis vom diesjährigen Turnier in Wimbledon heftig kritisiert.

Novak Djokovic beim Training in Melbourne am 12. Januar (Bild: Patrick Hamilton/Belga)

Novak Djokovic (Bild: Patrick Hamilton/Belga)

Nach seinem Auftaktsieg bei seinem Heim-Turnier in Belgrad nannte der Serbe die Entscheidung „verrückt“. Tennisprofis oder Athletinnen und Athleten allgemein hätten mit dem Krieg nichts zu tun, meinte Djokovic.

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hatten die Wimbledon-Organisatoren am Mittwoch verkündet, dass Profis aus Russland und Belarus bei dem Turnier nicht dabei sein dürfen.

Betroffen davon sind unter anderen der Weltranglisten-Zweite Daniil Medwedew aus Russland und die Weltranglisten-Vierte Aryna Sabalenka aus Belarus.

dpa/sh

3 Kommentare
  1. barbara leclercq

    Ein Angriffskrieg vorzubereiten und durchzuführen und dazu noch vorher Staatsoberhäupter dreist anzulügen , er , Putin, würde mit den an der Grenze versammelten russischen Soldaten, nicht in die Ukraine einfallen, ist vollkommen verrückt !

    Das scheint bei einigen wohl noch nicht richtig angekommen zu sein .

  2. Guido Scholzen

    als 2003 die US-Armee in den Irak einmarschierte, wurden damals auch US-amerikanische Sportler von internationalen Turnieren ausgeladen?

  3. Dieter Leonard

    Ja, ja… Jetzt wird wieder die Leier vorgetragen, dass Sport nichts mit Politik zu tun habe. Geschenkt!

    Angesichts der Tatsache, dass eine Mehrheit der russischen Bevölkerung – sei es, weil sie Opfer der Staatspropaganda sind oder aus Überzeugung – Ihren “Präsidenten” und die “militärische Sonderoperation” in der Ukraine unterstützen, ist es m.E. gerechtfertigt, die Sanktionen gegenüber Russland so breit wie möglich zu gestalten.
    Ja, darunter werden auch Menschen, Sportler oder Kulturschaffende leiden, die möglicherweise den Aggressionskrieg Putins verurteilen.

    Aber Unschuldige trifft es zur Zeit vor allem in der Ukraine. Menschen, deren Heimat zerstört wird, Zivilisten, die ins Visier rücksichtsloser Soldaten gelangen, gefoltert, vergewaltigt und getötet werden und Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen.

    Ein Vorschlag zur Güte? Man sollte russischen Sportler die Möglichkeit bieten, an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen, wenn sie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine öffentlich verurteilen und sich von ihrem mordenden Präsidenten distanzieren.
    Dann trennt sich die Spreu vom Weizen…