Historik-Sieg für Rainer Hermann und Horst Cohnen bei der East Belgian Rallye

In der Historik-Klasse stehen am Ende der East Belgian Rallye zwei Ostbelgier ganz oben auf dem Treppchen. Mit 63 Jahren und nach vier Jahren ohne Rallye machte Rainer Hermann schnell klar, dass er nichts verlernt hat. Und Horst Cohnen durfte bei seiner Premiere als Beifahrer direkt den Siegerpokal in Empfang nehmen.

Horst Cohnen und Rainer Hermann gewinnen die Historik-Klasse der East Belgian Rallye (Bild: Katrin Margraff/BRF)

Beifahrer Horst Cohnen und Rainer Hermann gewinnen die Historik-Klasse der East Belgian Rallye (Bild: Katrin Margraff/BRF)

Rainer Hermann, der Sieg beim Comeback – wie hast du das gemacht?

Gute Frage. Also zuerstmal hatten wir wirklich ein Top-Auto. Es hat wirklich alles gut geklappt, auch mit dem neuen Beifahrer. Das war einfach fantastisch heute. Wir haben einen ganz schön tollen Tag gehabt.

Von Eingewöhnungszeit nach langer Zeit ohne Rallye war nicht wirklich viel zu merken …

Ja, wir waren von Anfang an direkt vorne, auf der zweite Boucle hatten wir was Probleme mit der Zündung, hat uns aber nicht viel Zeit gekostet. Und dann hatten wir noch einen Platten, aber auf der Verbindungsetappe, hat also auch geklappt. Das war unser Glückstag.

Also halten wir fest: Du hast eigentlich nichts verlernt, oder?

Ich war schon selbst ein bisschen über mich überrascht, dass es so gut klappt. Ich war aber schon vier Jahre nicht mehr gefahren und trotzdem hat es sehr gut geklappt. Ich wäre jetzt noch eine Boucle gefahren. Es lief so schön.

Du hast vorher gesagt, du wolltest nur noch diese eine Rallye fahren. Ändert das sich jetzt?

Mal schauen, aber das wird alles zu teuer. Es war ein Mal, es war wunderbar, auch weil es die East Belgian Rallye war – zu Hause. Man sieht schon, wie viele Fans man noch trotzdem hat. Auch nach vier Jahren.

Horst Cohnen: Rainer ist ein Phänomen

„Erste Rallye, erster Sieg. Rainer ist ein Phänomen, was den Autosport angeht. Also ich habe mir das schon spannend vorgestellt, aber dass es so extrem wird, hätte ich mir nicht gedacht. Wir haben viel Vorbereitung gehabt und das hat auch sehr gut geklappt. Rainer ist eigentlich ein einmaliger Fahrer. Ich würde mal sagen, nach Thierry Neuville ist Rainer hier der Macher.“

„Es hat Riesenspaß gemacht, es war auch sehr anstrengend, was man von außen nicht immer so erkennen kann. Beim Rallyesport denkt man immer, Fahrer und Beifahrer, die sitzen im Auto. Aber wenn man dann sieht, welche Strapazen auf einen zukommen, dann ziehe ich den Hut vor dem Sport. Also es war ein richtig tolles Erlebnis.“

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Katrin Margraff