Beim außergewöhnlichen Memorial Van Damme purzeln die Rekorde

Gleich zwei Stundenweltrekorde wurden am Freitagabend bei der 44. Auflage des Memorial Van Damme gebrochen. Bei den Frauen verbesserte die Niederländerin Sifan Hassan den Stundenweltrekord, bei den Männern knackte ihn der Brite Mo Farah. Parathlet Peter Genyn verbesserte seinen eigenen Weltrekord über die 100 Meter Rollstuhlsprint.

Bild: Jasper Jacobs/ Belga

Trotz der Abwesenheit des Publikums und eines abgespeckten Programms war die 44. Auflage des Memorial Van Damme Meetings in Brüssel sicherlich eine der spektakulärsten Auflagen in der Geschichte des Leichtathletik-Meetings. Gleich mehrere Rekorde purzelten im König-Baudouin-Stadion.

Den Auftakt machte der Paralympics-Sieger Peter Genyn im Rollstuhlsprint über 100 Meter. Genyn verbesserte seinen eigenen Weltrekord vom 9. August um vier Hundertstel. 19,71 Sekunden benötigte Genyn für den 100 Meter-Sprint.

Bild: Jasper Jacobs/Belga

Als nächstes wurde der Stundenrekord der Frauen geknackt. Die Niederländerin Sifan Hassan konnte in Brüssel den Stundenweltrekord aus dem Jahr 2008 verbessern. Die alte Bestmarke von 18,517 Kilometern der äthiopischen Langstreckenläuferin Dire Tune wurde um 413 Meter verbessert.  18,970 Kilometer war die exakt zurückgelegte Distanz. Auch der belgische Stundenrekord der Frauen wurde in Brüssel durch Nina Lauwaert geknackt. Lauwaert konnte den bestehenden Landesrekord um 40 Meter verbessern.

Bild: Jasper Jacobs/Belga

Belgiens weibliche Sprinthoffnung über die 100 Meter, Rani Rosius, verpasste den belgischen Rekord von Kim Gevaert um vier Hunderstel denkbar knapp. In 11 Sekunden 43 sprintete Rosius in Brüssel zum Sieg.

Bild: Kristof van Accom/Belga

Als nächstes sollte der zwei Wochen alte europäische Rekord über die 1500 Meter verbessert werden. Der Norweger Jakob Ingebrigtsen konnte seinen eigenen Rekord aber nicht verbessern. Das Gesicht des Rekordhalters war nach den im Brüsseler König-Baudouin- Stadion auch recht enttäuscht.

Über die 1000 Meter der Frauen konnte die Kenianerin Faith Kipyegon den 24 Jahre alten Weltrekord der Russin In

Der schwedische Hochspringer Armand Duplantis schraubte die Meeting-Bestmarke im Hochsprung auf 6 Meter.

Zum Abschluss des Meetings verbesserte der Brite Mo Farah den Stundenweltrekord von Haile Gebrselassie aus dem Jahr 2007. In 60 Minuten lief Farrah 21,330 Kilometer. Landsmann Bashir Abdi musste den Briten erst in der letzten Minute ziehen lassen und hatte der Attacke nichts entgegen zu setzen.

Bild: Jasper Jacobs/Belga

Im nächsten Jahr soll das Memorial Van Damme am 3. September wieder vor vollen Rängen ausgetragen werden.

Christophe Ramjoie