Borlée-Zwillinge beide auf dem EM-Podium

Kevin und Jonathan Borlée haben nach Nafissatou Thiam für eine weitere Sensation gesorgt. Die Zwillinge gewannen über 400 Meter die Silber- und die Bronzemedaille und stehen gemeinsam auf dem Treppchen.

Können es selbst noch nicht so wirklich glauben: Kevin und Jonathan Borlée gewinnen Silber und Bronze (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Können es selbst noch nicht so wirklich glauben: Kevin und Jonathan Borlée gewinnen Silber und Bronze (Bild: Jasper Jacobs/Belga)

Kevin Borlée lief nach einem eher langsamen Start und einem hervorragenden Finish mit einer Zeit von 45,13 Sekunden auf Platz zwei. Jonathan Borlée kam mit 45,19 Sekunden auf den dritten Platz. Nur der Brite Matthew Hudson-Smith war in 44,78 Sekunden schneller.

Die Borlée-Zwillinge sorgen für die Medaillen Nummer 14 und 15 bei den Europameisterschaften 2018, die dritte und vierte Medaille in der Leichtathletik nach EM-Gold für Nafissatou Thiam im Siebenkampf und Bronze für Bashir Abdi über 10.000 Meter .

Für Jonathan Borlée ist es die erste Einzelmedaille auf höchstem Niveau. Kevin Borlée war bereits Europameister (Barcelona 2010) und WM-Dritter (Südkorea 2011). Die Borlées bestreiten noch das Finale über 4×400 Meter am Samstag mit den Belgian Tornados.

EM-Gold für Nafi Thiam im Siebenkampf

Vierter Platz für Claes

Im Finale über 400 Meter Hürden erreichte Hanne Claes einen hervorragenden vierten Platz. Claes kam nach 55,75 Sekunden über die Ziellinie. Europameisterin wurde die Schweizerin Léa Sprunger in 54,33 Sekunden. Claes war am Freitagvormittag die 4×400-Meter-Staffel mit den Belgian Cheetahs gelaufen.

Über 1.500 Meter lief Ismael Debjani auf den achten Platz. Er kam nach 3:39,48 Minuten über die Ziellinie. Der Norweger Jako Ingebrigtsen wurde mit nur 17 Jahren in einer Zeit von 3:38,10 Minuten Europameister.

Staffeln im Finale

Die „Belgian Tornados“ haben sich mit fliegenden Fahnen für das Finale über 4×400 Meter qualifiziert. Julien Watrin, Robin Vanderbemden, Jonathan Sacoor und Dylan Borlée gewannen ihr Halbfinale in einer Zeit von 3:02,55 Minuten und mit einem deutlichen Vorsprung vor Italien und Spanien. Ebenfalls im Finale stehen Großbritannien, Frankreich, Tschechien, Polen und Deutschland.

Auch die „Belgian Cheetahs“ mit Camille Laus, Cynthia Bolingo, Justien Grillet und Hanne Claes stehen im Finale. Die Frauenstaffel kam in ihrem Halbfinale in einer Zeit von 3:30,62 Minuten auf den dritten Platz hinter Polen und Frankreich. Qualifiziert sind auch Italien, Großbritannien, Deutschland, Rumänien und die Slowakei.

Manon Depuydt erreichte im 200-Meter-Lauf das Halbfinale. Die 21-Jährige beendete ihren Vorlauf auf Platz vier, die Zeit von 23,59 reichte aber fürs Weiterkommen. Das Halbfinale war dann aber Endstation. Über 1.500 Meter schied Elise Vanderelst mit einer Zeit von 4:10,30 Minuten im Vorlauf aus.

Im Stabhochsprung qualifizierte sich Arnaud Art für das Finale. Der 25-jährige Art sprang über 5,61 Meter und gehört damit zu den zwölf Besten. Ben Broeders schied aus.

rtbf/belga/km

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