Rote Teufel in Moskau eingetroffen

Am Donnerstag beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Russland. Fußballfans weltweit fiebern dem Ereignis natürlich entgegen - ganz besonders in Belgien, da die Roten Teufel ja von vielen Experten zum engeren Favoritenkreis gezählt werden. Am Mittwochnachmittag ist die Nationalmannschaft in Moskau gelandet. Die Mission WM kann also beginnen.

Rote Teufel nach Moskau gestartet

Die Roten Teufel kurz vor ihrem Abflug nach Russland (Bild: John Thys/AFP)

Um 12:15 ging’s von Zaventem ab Richtung Russland. Die Maschine von Brussels Airlines, die die Roten Teufel nach Moskau bringt, heißt Trident, also Dreizack, Teufelsgabel eben. Die Lackierung ist entsprechend. Und auch sonst ist dieser Flug ein ganz spezieller, angefangen beim Bordpersonal. „Natürlich wurden in erster Linie Leute ausgewählt, die sich auch für Fußball interessieren, sagte Pilotin Sofie De Boever in der VRT. Und sie, naja, sie sei schon ein eingefleischter Fan der Roten Teufel.

Die Vorschriften seien aber doch ziemlich streng, sagt Steward Yannis Simoens. Fotos oder Selfies sind nicht erlaubt. Auch darf man nicht um Autogramme bitten. Erlaubt ist aber, dass man einfach den Moment genießt.

90 Fußbälle, 150 Paar Schuhe, 1.300 Trikots

Es ist eben kein Flug wie jeder andere. Man hat eben doch nicht jeden Tag die komplette Nationalmannschaft inklusive Trainerstab und Betreuer an Bord. Zur Delegation der Roten Teufel gehören neben den Spielern und dem Nationaltrainer 34 Mitglieder des Begleitteams und 55 Journalisten. Zum Material, das die Roten Teufel mitgenommen haben, gehören u.a. 90 Fußbälle, 150 Paar Fußball-Schuhe und 1.300 Trikots.

Die handverlesene Besatzung ist, man könnte sagen, „in Paradeuniform“. Und zu essen gibt es auch nicht irgendwas, sondern ein spezielles, auf die Bedürfnisse der Spieler zugeschnittenes Menü, Früchte, Wasser, etc. Insgesamt schon was ganz Besonderes, sagt Stewardesse Catherine Korthoudt.

Ein ganz besonderer Flug eben für eine ganz besondere Mannschaft. „Jeder Spieler hat seinen eigens gekennzeichneten Sitz“, sagt Kim Daenen, Sprecherin von Brussels Airlines. Und, besonders originell: der Film, der die Sicherheitsvorführungen enthält. In dem spielen nämlich die Roten Teufel selbst die Hauptrolle. Und wenn Mittelfeldgenie Eden Hazard die Schwimmweste erklärt, guckt wohl niemand gelangweilt aus dem Fenster. Und am Ende sagt er nur noch: „Lasst uns gemeinsam abheben“.

Jetzt oder nie

Genau das erwarten viele Fans auch von den Roten Teufeln – jetzt oder nie. Die Spieler müssen jetzt zeigen, dass sie wirklich diese „goldene Generation“ sind, von der viele schon seit Jahren schwärmen.

Die Mannschaft ist jedenfalls heiß. „Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagte Außenverteidiger Thomas Meunier nach der Landung in Moskau in der RTBF. Im Trainingszentrum in Tubize drohte am Ende der Lagerkoller. „Dass wir jetzt in Russland angekommen sind, wird uns guttun.“ Das Quartier der Nationalmannschaft liegt übrigens rund 30 Kilometer nordwestlich von Moskau.

„Wir freuen uns aufs erste Spiel“, sagte auch Nationaltrainer Roberto Martinez. „Zwei Jahre haben wir uns auf dieses Turnier vorbereitet. Erstmal die drei Gruppenspiele -und dann schauen wir mal, wie weit wir kommen.“ Weit, sehr weit sollten die Roten Teufel kommen, geht es nach den Fans jedenfalls. Auf das der Rückflug so spät wie eben möglich stattfindet. Wer weiß, vielleicht sogar erst am 16. Juli – dem Tag nach dem Finale.

Ihr erstes Gruppenspiel bestreiten die Belgier am nächsten Montag um 17 Uhr in Sotchi gegen Panama.

belga/mh/rop

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