Spiegel der Vielfalt im Turnsport: VDT-Gala zum 50-jährigen Bestehen des Verbandes

Es war ein Spiegel der Vielfalt im ostbelgischen Turnsport - festgemacht an einer bildgewaltigen Reise durch Raum und Zeit: "Gymnastic Mysteries around the world" so der Titel der Gala, die am Samstag und Sonntag vor vollbesetztem Haus im St. Vither Triangel zu begeistern wusste.

Anlass der Gala war das 50-jährige Bestehen des Verbandes deutschsprachiger Turnvereine VDT. „Es ist doch fantastisch, was die jungen Leute auf die Beine stellen. Und wenn ich die Entwicklung sehe in den letzten 50 Jahren hat sich doch enorm viel getan“, sagt der derzeitige VDT-Präsident Bruno Müller im BRF-Interview.

„Vor 50 Jahren gab es vor allem Geräteturnen. Geturnt wurde von Jungen, Mädchen hatten damals noch keine Chance zu turnen“, erinnert sich Müller. „Wenn man jetzt die Begeisterung der Jugend und der Kinder, und die Vielfältigkeit des Turnens sieht, dann muss man einfach begeistert sein.“

Die Organisation einer Gala in dieser Größenordnung war aber auch für den VDT keine alltägliche Aufgabe. „Wir haben letztes Jahr im Juni angefangen, zu planen. Zuerst musste ja die Musik gesucht und ein Thema gefunden werden. Die Techniker und Kathleen Schaus, die die Regie führt, haben monatelang dran gearbeitet, um das zustande zu bringen“, weiß Müller.

Josef Thaeter konnte sich hingegen ganz entspannt zurücklehnen und die Turngala zum 50-jährigen Bestehen des Verbandes deutschsprachiger Turnvereine genießen. Denn Thaeter hat die technische Leitung beim VDT vor ein paar Jahren abgegeben.

Vorher war der heute 58-Jährige rund drei Jahrzehnte in dieser verantwortlichen Position tätig und hat die Entwicklung im Turnsport hautnah miterlebt. „In den ersten Jahren waren es genau vier Disziplinen: Es gab das Geräteturnen für Jungen und Mädchen, das Riegenturnen und den Mehrkampf“, erinnert sich Thaeter.

Mit den Jahren kamen immer mehr Disziplinen hinzu, etwa Trampolin, rhythmische Gymnastik oder das Röhnradturnen. „Das hat mittlerweile eine Bandbreite, die unvorstellbar ist. Die Mitgliederzahlen sind ja auch dementsprechend hoch geschnellt. Es ist also professioneller geworden bei uns im Verband. Wir haben mittlerweile auch ein ständiges Sekretariat und Leistungszentren, die gut funktionieren“, erklärt Thaeter.

„Es stehen natürlich auch immer wieder mal Hürden im Weg, aber ich denke, dass der VDT noch eine ganz schöne Zukunft vor sich hat nach diesen ersten 50 Jahren.“

sp/mg - Bilder: Stephan Pesch/BRF

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