In der Kammer liegt ein Gesetzvorschlag zur Stärkung der deutschen Sprache auf dem Tisch. Konkret soll der sogenannte "Ausschuss für Rechtsterminologie der DG" in der belgischen Sprachgesetzgebung verankert werden.
Der Ausschuss legt fest, welche deutschen Übersetzungen die Beamten im Land bei ihrer Kommunikation mit den Bürgern verwenden müssen. Bisher sind nur die Behörden der Wallonischen Region verpflichtet, diese Begriffe anzuwenden. Durch den Gesetzvorschlag wären alle Dienste im Land, die mit deutschsprachigen Belgiern kommunizieren, auch dazu verpflichtet. Das gilt auch für deren Internetseiten.
Der Text wurde von zwei französischsprachigen Abgeordneten eingereicht. Die Idee dahinter stammt aus einer Resolution des Parlaments der DG.
Der deutschsprachige Abgeordnete im föderalen Parlament, Luc Frank, soll als Berichterstatter den Weg des Textes durch die Instanzen des Parlaments begleiten. Er zeigte sich in einer Mitteilung erfreut, dass der Vorschlag auf dem Tisch liegt. Es sei wichtig, dass bei der Kommunikation zwischen deutschsprachigen Bürgern und Verwaltungen einheitliche Begriffe genutzt würden, so Frank.
Bevor der Vorschlag angestimmt werden kann, müssen noch verschiedene Stellungnahmen analysiert und in den Text eingearbeitet werden.
mitt/ake