Seit Sonntag ist der Kälteplan in den wallonischen Städten wieder in Kraft. In Verviers stehen bis Ende März obdachlosen und bedürftigen Menschen vier zusätzliche Schlafplätze in den Nachtunterkünften zur Verfügung. Das Angebot bleibt weitgehend unverändert.
Gleichzeitig beobachtet der städtische Sozialdienst, dass immer mehr Menschen die Tagesstätten aufsuchen, um sich aufzuwärmen und eine warme Suppe oder einen Kaffee zu bekommen. Auch die psychischen Probleme der Betroffenen nehmen nach Einschätzung der Verantwortlichen zu.
Die Armut treffe inzwischen auch Menschen, die berufstätig sind, aber kaum noch über die Runden kommen, sagt Koordinatorin Anne Delvenne vom Sozialdienst in Verviers. Immer mehr Menschen seien auf Lebensmittelhilfe angewiesen, während gleichzeitig weniger Spenden zur Verfügung stünden.
Der Kälteplan läuft in der Wallonie bis zum 31. März 2027.
avenir/gaz