"3000 Hektar tot - was nun?" stand auf einem der bunten Transparente, die die jungen Demonstranten vor dem Signal de Botrange hoch hielten. Gemeint waren die Schäden durch den Großbrand im Hohen Venn.
Ein Ereignis, das auch Gil Schietecatte berührt hat. Zusammen mit anderen Mitgliedern der flämischen Jugendbewegung für Natur und Umwelt war er schon oft zu Exkursionen im Hohen Venn. Es sei schmerzhaft zu sehen, was in dem wertvollen Naturschutzgebiet verloren gegangen sei. Die Folgen des Klimawandels habe man nun auch hier deutlich vor Augen, sagt Gil. Darum hätten sie nach ihrem Protestmarsch vergangene Woche in Brüssel noch einmal im Hohen Venn ein Zeichen setzen wollen.
Ihre Forderung: Um die Natur widerstandsfähiger zu machen, seien auch lokale Maßnahmen notwendig. Der Verband plädiert dafür, die Moore in großem Umfang wieder zu befeuchten. Ein ausreichend hoher Wasserstand würde die Anfälligkeit für Brände verringern. Mit den bisherigen Renatierungsmaßnahmen sei man auf dem richtigen Weg. Die wiederhergestellten Moorflächen hätten dem Feuer deutlich besser standgehalten als die anderen Flächen, so die Naturschutzorganisation.
Dass die wallonische Regionalregierung 20 Millionen Euro in die Wiederherstellung des Hohen Venns investiert, begrüßt der Jugendverband prinzipiell. Allerdings stellen die Naturschützer die Aufteilung dieser Mittel in Frage, die auch für Brandschutz, Kartierung und Tourismus vorgesehen sind. Priorität müsse die Renaturierung haben. Denn davon hänge die Widerstandsfähigkeit des Gebiets ab, meint Gil.
Wären die Investitionen früher gekommen, hätte ein Brand von diesem Ausmaß vielleicht verhindert werden können, meint die Jugendbewegung. Gil und seine Mitstreiter hoffen, dass der Großbrand im Hohen Venn ein Weckruf war, überall in Belgien mehr in den Naturschutz zu investieren.
Michaela Brück
Es war eine landwirtschaftliche Maschine, die das Feuer verursacht hat und nicht ein ominöser Klimawandel. Ich bin daher dafür, alle Maschinen wieder durch Pferde und Esel zu ersetzen. Ach nee, geht auch nicht wegen Tierschutz... Was für ein Dilemma.
Egal wer Schuld war. Die Jugendlichen haben meine Bewunderung. Sie bekommen ihren "Hinter" noch hoch und wehren sich. In Zeiten, wo alles immer mehr über unsere Köpfe bestimmt wird, nur nachahmungswert.
Besonders wenn es friedlich verläuft.😉
@Béatrice Piette Sich "wehren" gegen etwas, das nicht existiert, hat etwas ziemlich pathologisches an sich.
Das ist einfach nutzlose Gefühlsduselei. Genau so ein Nonsens wie vor ein paar Wochen die Aktion an der Grenze.
Alle, die geholfen haben den Vennbrand löschen, haben mehr getan als diese Demonstranten. Diese Demonstration hat höchstens Unterhaltungswert.