Steigende CO2-Werte in der Erdatmosphäre verändern die Protein-Zusammensetzung von Weizen und verschlechtern die Backqualität. Das zeigt eine Freilandstudie unter Beteiligung von Forschenden des Forschungszentrums Jülich.
Bei erhöhtem CO2-Gehalt sank die Menge der enthaltenen Glutenproteine im Durchschnitt um fast 19 Prozent. In Backversuchen fielen die Brote dadurch kleiner aus. Gleichzeitig stieg der Gehalt bestimmter Weizenproteine, die im Zusammenhang mit Weizenallergien und Weizensensitivität untersucht werden, um knapp sechs Prozent. Wie stark sich der Weizen verändert, hängt allerdings auch von der Sorte ab.
Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob sich die Ergebnisse auf andere Standorte und Jahre übertragen lassen. Die gezielte Auswahl und Züchtung geeigneter Sorten könnte dazu beitragen, die erwünschten Eigenschaften von Weizen auch unter zukünftigen Klimabedingungen zu erhalten oder gezielt zu beeinflussen.
mitt/gaz