Forscher der Universität Trier haben ihren vierten und letzten Zwischenbericht zu sexuellem Missbrauch im Bistum Trier vorgelegt. Darin geht es um den Zeitraum von 1946 bis 1966.
Anhand von Personalakten und Gesprächen konnte das Projektteam für diese Zeit 335 Betroffene von sexualisierter Gewalt im Bistum Trier identifizieren, überwiegend Kinder und Jugendliche. Ermittelt wurden 123 Beschuldigte.
Der Zwischenbericht zeigt, dass mit den Beschuldigten auffällig milde umgegangen wurde. Konsequenzen blieben ganz aus oder sie bestanden aus einer Versetzung, in Ausnahmefällen ins Ausland, wo die Beschuldigten der deutschen Strafverfolgung entzogen waren.
Voraussichtlich Ende November werden die Wissenschaftler der Universität Trier einen Abschlussbericht zum Gesamtzeitraum von 1946 bis 2021 vorlegen.
mitt/sp