In Lüttich nehmen die Schulen am Montag den Unterricht wieder auf. Das hat Bürgermeister Willy Demeyer mitgeteilt. Am Samstag haben sich Demeyer und der Polizeichef der Zone, Jean-Marc Demelenne, mit Vertretern aller Bildungsnetze - der Französischen Gemeinschaft, der Provinz Lüttich, der Stadt Lüttich und des freien Schulwesens - getroffen.
Nach den Ausschreitungen bei Schülerprotesten am Donnerstag und Freitag stand die Frage im Raum, ob am Montag wieder alle Sekundarschulen öffnen könnten. Nach Angaben der Stadt wurden Vereinbarungen getroffen, damit die Schülerinnen und Schüler in Ruhe und Sicherheit empfangen werden können.
Polizei und Präventionskräfte bleiben weiterhin im Einsatz.
Am Freitag hatten Sekundarschüler in der Provinz Lüttich sowie in Charleroi und Tournai gegen Sparmaßnahmen im Bildungswesen protestiert. An mehreren Orten kam es zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen. In Lüttich waren deshalb mehrere Schulen vorsorglich geschlossen worden.
Nach den Ausschreitungen in Lüttich ist ein Jugendlicher in eine öffentliche Jugendhilfeeinrichtung eingewiesen worden. Das teilte die Lütticher Staatsanwaltschaft mit.
Zwei 16-Jährige mussten sich vor einem Jugendrichter verantworten. Einer der beiden soll am Donnerstag vor dem Institut Marie-Thérèse einen E-Scooter angezündet haben. Dem zweiten werden Sachbeschädigungen am Collège Saint-Barthélémy vorgeworfen. Einer der beiden wurde unter Auflagen freigelassen, der andere in eine öffentliche Einrichtung zum Schutz Jugendlicher eingewiesen.
belga/jp/mh