Nach dem Großbrand im Hohen Venn stellt der Föderalminister für Klima, Jean-Luc Crucke, die Brandschutzmaßnahmen in der Provinz Lüttich infrage. Crucke kritisierte in der Kammer, dass die Provinzen Lüttich und Luxemburg unterschiedlich auf die erhöhte Brandgefahr reagiert hätten.
Während Luxemburg den Zugang zu Waldwegen verboten hatte, gab es in Lüttich kein entsprechendes Verbot. Auch Mäharbeiten waren in der Provinz Lüttich nicht untersagt. Laut Crucke hätte man angesichts der Brandgefahr zumindest prüfen müssen, ob solche Arbeiten ein Risiko darstellen.
Crucke betonte, dass es ihm nicht darum gehe, einen Verantwortlichen für den Brand zu suchen. Bei rund 95 Prozent der Waldbrände sei jedoch menschliches Handeln die Ursache - deshalb müsse man die getroffenen Maßnahmen hinterfragen. Der Lütticher Provinzgouverneur Hervé Jamar hatte zuvor erklärt, er habe alle Maßnahmen getroffen, die in seiner Zuständigkeit möglich gewesen seien.
belga/re