Mit selbst gebastelten Fackeln und in Achterteams ging es in die letzten Wettkämpfe. Auf dem Programm standen unter anderem Fußball, Bogenschießen und Basketball. Dabei stand nicht der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern vor allem das gemeinsame Erlebnis.
Mitmachen durfte jeder - unabhängig davon, ob jemand mit oder ohne Demenz lebt, im Rollstuhl sitzt oder mit einem Rollator beziehungsweise Stock unterwegs ist.
Eine Woche voller Erlebnisse
In den vergangenen Tagen konnten die Bewohnerinnen und Bewohner an ganz unterschiedlichen Aktivitäten teilnehmen. Für viele waren dabei auch persönliche Lieblingsmomente dabei. Für eine Bewohnerin vom Eupener Josefsheim gehörten beispielsweise das Quiz, eine Wanderung und eine Fahrradtour zu den Höhepunkten der Woche.
Auch das große Finale war für viele eine neue Erfahrung. Eine Bewohnerin des Katharinenstifts in Astenet beschreibt den Tag als besondere Erfahrung: "Mit all den Hintergrundgeräuschen und dem Enthusiasmus muss man leben lernen. Es ist eine extra Erfahrung"
Gemeinschaft steht im Mittelpunkt
Für die Wohn- und Pflegezentren war die Organisation der gesamten Woche mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Umso größer war die Freude darüber, dass sich so viele Bewohnerinnen und Bewohner beteiligten.
Catherine Miribung, Heimleiterin der Residenz Leoni in Kelmis, beobachtete dabei auch Bewohner, die sonst eher selten an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen. "Man sieht wirklich die Menschen lachen und auch Leute, die sonst nicht mitmachen, die kriegt man motiviert und die kommen aus ihren Zimmern und nehmen daran teil. Das ist schön", sagt Miribung.
Zusammenarbeit soll weitergehen
Die Seniorenolympiade soll nicht als einmaliges Ereignis verstanden werden. Die beteiligten Einrichtungen wollen auch künftig enger zusammenarbeiten und gemeinsame Aktivitäten organisieren. Denn neben Bewegung und sportlichem Wettbewerb ging es bei der Seniorenolympiade vor allem um Begegnungen, Gemeinschaft und Freude zwischen den Bewohnern der Heime.
Für einige war es auch ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man lange nicht mehr gesehen hat. Nächstes Jahr haben sie dazu erneut die Chance, bei der zweiten Ausgabe der Seniorenolympiade in der Region.
Robin Emonts


