Der Föderalstaat will die Kosten für Treibstoff, Verpflegung und die Entschädigung der unterstützenden Landwirte beim Vennbrand übernehmen. Dafür werden aktuell bis zu 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Das erklärte Innenminister Bernard Quintin am Dienstag im Kammerausschuss.
Bei der Summe handelt es sich um vorläufige Schätzungen des Provinzgouverneurs. Die Summe soll durch eine Auswertung der Anträge weiter konkretisiert werden. Die Entschädigung richte sich nicht nur an belgische Landwirte, sondern auch an Landwirte aus dem benachbartem Ausland, so Quintin.
Daneben sprach der Innenminister auch über den Zivilschutz. Dieser soll verstärkt werden. Ein entsprechender Reformvorschlag soll vorgelegt werden. Dabei sollen auch die Standorte der Kasernen und Lager für Einsatzmaterial überprüft werden.
Derzeit verfügt der Zivilschutz nur noch über zwei Standorte - in Brasschaat und Crisnée. Quintin schließt eine Rückkehr zum früheren Modell wegen der angespannten Haushaltslage aus. Stattdessen prüft er eine engere Zusammenarbeit mit der Verteidigung, ähnlich wie in Frankreich und Spanien. Auch die Luftunterstützung bei Großbränden soll Teil der Evaluierung sein.
Der Zivilschutz ist seit der Reform 2019 deutlich kleiner geworden. Die Zahl der hauptamtlichen Kräfte soll bis 2027 auf 197 sinken, hinzu kommen derzeit 123 Freiwillige. 72 spezialisierte Freiwillige sollen neu rekrutiert werden. Zudem kündigte der Minister einen nationalen Aktionsplan gegen Waldbrände an.
re