Der Kampf gegen wiederaufflammende Brände im Hohen Venn fordert die Einsatzkräfte weiterhin stark. Um unwegsames Gelände und schlammige Böden besser zu bewältigen, leistet ein in Rekordzeit entwickeltes Kettenfahrzeug aus Malmedy wertvolle Unterstützung.
Das vom auf Forstarbeiten spezialisierten Unternehmen Diffels et Fils entworfene Gefährt kombiniert einen Traktor samt Anhänger mit robusten Kettenreifen.
Innerhalb von nur zwei Tagen wurde die Konstruktion für den Hilfseinsatz angepasst, um Löschwasser dorthin zu bringen, wo normale Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr weiterkommen. Pro Fahrt transportiert das Fahrzeug 11.000 bis 12.000 Liter Wasser an schwer zugängliche Brandherde.
Bekämpfung von Glutnestern
Das Wasser wird gezielt gegen tief sitzende Glutnester und sogenannte "Zombie-Brände" eingesetzt, die im Venn unvorhersehbar ausbrechen. Ursprünglich zur Sicherung von Wegen und Brandschneisen beauftragt, erweiterte das Unternehmen den Einsatz mit ihrem Wassertransport für die Feuerwehrzone Warche-Amblève-Lienne (WAL).
Die Löscharbeiten im Hohen Venn dauern an, da ein Ende der anhaltenden Brandgefahr in dem schwierigen Terrain derzeit noch nicht absehbar ist.
vedia/mz