Seit dem 1. September ist Isabelle Weykmans offiziell Direktorin der AHS. Schon seit dem Sommer war die Nachfolgerin von Cornelia Keutgen regelmäßig vor Ort, um sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Mit dem Empfang der Erstsemester ging es am Montagmorgen dann aber so richtig los.
"Es ist schon mit sehr viel Freude und auch Aufregung verbunden, muss ich sagen, dass ich jetzt seit letzter Woche hier sein darf. Ich bin auch sehr gut empfangen worden hier am Standort und freue mich jetzt wirklich auf die Projekte und Herausforderungen, die sich uns stellen an der Hochschule, und das dann mit dem Team umzusetzen."
Dass sie sich an der AHS gut aufgehoben fühlt, dürfte den Einstieg in die neue Rolle sicherlich erleichtern. Der Wechsel in das Bildungswesen sei für sie naheliegend gewesen, sagt die ehemalige Ministerin. "Ich hatte in den letzten 20 Jahren schon die Gelegenheit, auch im Hochschulwesen aktiv zu sein, als Teil von Verwaltungsräten von Hochschulen. Das hat mich eigentlich schon immer motiviert und auch sehr stark interessiert, die Entwicklung des Bildungswesens insgesamt. Als dann die Stelle ausgeschrieben wurde, habe ich mich dann darauf beworben", so Weykmans.
In ihrem ersten Jahr als Direktorin steht Isabelle Weykmans vor der Aufgabe, den Strategie- und Aktionsplan der Hochschule mit dem Team weiterzuentwickeln. Dabei stützt sie sich konkret auf drei Entwicklungsachsen: Weykmans will eine moderne und solide Organisationsstruktur an der Hochschule weiterführen, die Entwicklung eines bedarfsorientierten Angebots vorantreiben - etwa in den Bereichen der Weiter- und Zusatzausbildungen - und die regionalspezifische Forschung stärken.
"Aus meiner Sicht gibt es dann drei Querschnittsthemen, die in diesen Achsen auch zu berücksichtigen sind. Natürlich das Thema der Digitalisierung, sei es in der Lehre und der Organisation der Autonomen Hochschule, das Thema Nachhaltigkeit und vor allem auch das Thema der Kooperation und der Partnerschaft. Wir als Hochschule verstehen uns auch immer als ein Netzwerker und jemand, der in Partnerschaft natürlich noch viel mehr bewegen kann."
Erste Gespräche mit Bildungsminister Jérôme Franssen und der DG-Regierung über die Zukunft der AHS haben bereits stattgefunden. Auch wenn die Mittel - wie auch bei anderen Institutionen - beschränkt seien, bestehe doch Handlungsspielraum, um die Hochschule weiterzuentwickeln. "Beispielsweise können wir doch weiterhin daran arbeiten, dass wir für das kommende Studienjahr vorsehen wollen, die Lehrbefähigung für das Hochschulwesen hier an der Hochschule in Partnerschaft mit der Universität Lüttich anzubieten."
"Wir können auch auf die Unterstützung der Regierung hoffen, beispielsweise, was den Platzbedarf der Hochschule angeht. Die Hochschule wächst ständig im Angebot und damit auch in der Zahl der Personen, die zur Hochschule kommen, und wir haben jetzt die Zusage der Regierung erhalten, dass wir die Räumlichkeiten des jetzigen Medienzentrums im August-Tonnar-Haus für das kommende Studienjahr nutzen können. Das wird für uns wirklich eine neue Möglichkeit schaffen, weiter wachsen zu können und auch unsere Angebote bedarfsgerecht zu erweitern. Insofern sind wir da sehr froh über die Unterstützung."
Vor der AHS und ihrer neuen Direktorin liegen damit einige wichtige Vorhaben. Für Isabelle Weykmans und ihr Team ist der Startschuss nun gefallen.
Lindsay Ahn






