Der Waldbrand im Hohen Venn ist noch nicht vollständig unter Kontrolle. In einigen Bereichen sind weiterhin Glutnester aktiv. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Seit Dienstagmorgen zehn Uhr ist der Verkehr auf den Vennstraßen wieder freigegeben. Das betrifft die N68 von Malmedy über Mont Rigi nach Eupen, die N676 zwischen Ovifat und Mont Rigi und die N672 zwischen Jalhay und Belle-Croix. Dort gilt Tempo 50. Halten und Parken sind in der Nähe des Brandgebiets verboten. Der Zugang zum Hohen Venn ist weiterhin strengstens untersagt.
Vier Menschen wurden am Montag bei einem Unfall während der Löscharbeiten leicht verletzt. Auf der N672 nahe der Kreuzung Belle Croix stießen zwei Einsatz-Fahrzeuge aus bislang ungeklärter Ursache zusammen. An dem Unfall beteiligt waren ein Fahrzeug der Hilfeleistungszone Vesdre, Hoëgne et Plateau und ein Lastwagen des Zivilschutzes. Die Verletzten konnten das Krankenhaus noch am Montag wieder verlassen. Die genauen Umstände des Unfalls müssen noch geklärt werden.
mitt/gaz
Obwohl seit einigen Tagen der Zugang zur Weser- und Gileppetalsperre theoretisch wieder erlaubt ist, besteht für das nördliche Ufer der Gileppe weiterhin ein Betretungsverbot. (Siehe Grafik)
Weder ein Spaziergang noch eine Fahrradtour um den See ist laut der Grafik möglich. Warum das Sperrgebiet bis nach Membach und Béthane reicht und den ganzen Bereich nord-westlich der N68 umfasst, erschließt sich mir nicht.
Dies und die Tatsache, das selbst der Weg zur Schwarzen Brücke in Eupen in die Sperrzone fällt lässt mit den vollmundigen Äußerungen des DG-Tourismusministers, „wir lassen uns durch den Vennbrand nicht die touristische Saison ruinieren“, m.E. kaum vereinbaren.