Beim Brand im Hohen Venn sind nach aktuellem Stand des Öffentlichen Dienstes der Wallonie (SPW) 3.366 Hektar den Flammen zum Opfer gefallen.
Die Behörde stützt sich auf Informationen des wallonischen Krisenzentrums Cortex und der wallonischen Forstbehörde DNF. Die Fläche entspricht 4.700 Fußballfeldern. Es handelt sich allerdings um eine vorläufige Berechnung.
Samstagmorgen haben Feuerwehrleute bei ihrem Einsatz im Brandgebiet einen Rehbock entdeckt. Das Jungtier wies mehrere Verletzungen auf. Das Animal Rescue Team des Rettungsbezirks Vesdre-Hoëgne & Plateau wurde sofort eingeschaltet. Ein Spezialteam traf vor Ort bei den Feuerwehrleuten ein, um das Tier in Obhut zu nehmen. Das teilte ein Sprecher des Lütticher Provinzgouverneurs mit. Nach einer ersten Versorgung vor Ort wurde der Rehbock in ein zugelassenes Rehabilitationszentrum für Wildtiere gebracht, wo er die notwendige Pflege und Betreuung erhalten wird.
An diesem Wochenende sichern die Feuerwehrleute der drei unmittelbar angrenzenden Zonen das Brandgebiet. Das sind die Zonen DG, Vesdre-Hoegne-Plateau und Warche-Amblève-Lienne. Die Feuerwehr aus der DG ist mit 24 Einsatzkräften vor Ort. Das sagte Zonenkommandant Francis Cloth dem BRF. Anfang der Woche würden dann auch wieder Feuerwehrleute aus anderen Zonen zur Unterstützung anrücken.
Wegen des Risikos, dass Flammen immer wieder aufflackern, wird der Einsatz vor Ort voraussichtlich noch viele Wochen dauern.
Zur Ursache gibt es weiterhin keine genauen Erkenntnisse. Die Untersuchungen dazu konnten noch nicht aufgenommen werden, weil es zu gefährlich ist, sich in die nördlichen Zonen des Brandgebietes zu begeben.
Der Zugang zu den betroffenen Gebieten bleibt für die Öffentlichkeit streng verboten. Dort bestehen weiterhin Gefahren. Auch die Straßen N68, N672 und N676 bleiben gesperrt. Weitere Waldwege und Pfade außerhalb der ausgewiesenen Sperrzone können ebenfalls gesperrt sein. Für Fragen ist die Nummer 1771 täglich von 7 bis 22 Uhr erreichbar. Außerdem gibt es in Weywertz ein Informations- und Beratungszentrum im Pfarr- und Kulturheim, Neuer Weg 14. Es ist von 9 bis 16 Uhr geöffnet.
Vennbrand - Tag acht: Brand insgesamt unter Kontrolle - Wachsamkeit weiter geboten
mitt./vrt/est/kr