Die geplante Fusion der Krankenhäuser von Verviers und Malmedy ist ins Wanken geraten. Das Regionalkrankenhaus von Verviers droht damit, die Vorbereitungen für die Fusion auszusetzen und hat das Krankenhaus in Malmedy aufgefordert, bis zum 28. August seine Position zu klären.
Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Krankenhausversorgung in Malmedy. Ein Expertenausschuss hatte vorgeschlagen, Verviers als regionales Krankenhaus mit einem vollständigen Angebot rund um die Uhr auszubauen. Malmedy sollte sich stärker auf spezialisierte ambulante Behandlungen und die Tagesklinik konzentrieren.
Im Juni hatten die Gesundheitsminister Ausnahmen für bestimmte Regionen ermöglicht. Davon könnte auch Malmedy profitieren. Verviers will laut seinem Vorsitzenden Philippe Boury weiterhin fusionieren. Gleichzeitig beklagt das Krankenhaus, dass Entscheidungen in Malmedy teilweise ohne gemeinsame Abstimmung getroffen würden. Sollte Malmedy seine Position bis zum 28. August nicht klären, könnte Verviers die Vorbereitungen für die Fusion aussetzen. Die bestehenden Kooperationen sollen zunächst weiterlaufen.
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