Die Nacht zum Donnerstag ist aus Sicht von Freddy Paquet, Leutnant der Hilfeleistungszone DG (Feuerwehr Eupen), insgesamt positiv verlaufen.
"Vor allem der starke Regen hat die Einsatzkräfte unterstützt, da er dem ausgetrockneten Boden wieder Feuchtigkeit zuführt und den Brand abkühlt. In der Nacht selbst gab es keine offenen Flammen mehr, lediglich Rauchentwicklung. Der angekündigte starke Wind fiel zudem weniger heftig aus als erwartet", sagte Paquet dem BRF.
Trotzdem bleibt die Situation schwierig, weil das Feuer im torfhaltigen Boden immer wieder aufflammen kann: "Bereits gelöschte Brandherde können Stunden später erneut zu qualmen beginnen. Die Einsatzkräfte müssen deshalb die mehrere Kilometer langen Brandschneisen regelmäßig abfahren, Brandherde löschen und später erneut kontrollieren. Dadurch entsteht ein ständiges Hin und Her."
Parallel dazu werden weitere Brandschneisen angelegt, die eine Länge von insgesamt bis zu vier Kilometern erreichen sollen. Diese Arbeiten übernehmen professionelle Forstunternehmen mit entsprechendem Gerät. Die Feuerwehr selbst musste in der vergangenen Nacht allerdings einen Waldweg freiräumen, nachdem zwei Bäume umgestürzt waren.
Umgestürzte oder instabile Bäume stellen generell eine große Gefahr für die Einsatzkräfte dar, sagt Paquet. "Da die Wurzeln vieler Bäume durch das Feuer beschädigt wurden, können bereits leichte Windböen Bäume zum Umstürzen bringen. Deshalb werden in der Nacht keine Feuerwehrleute in besonders gefährdete Waldabschnitte geschickt. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hat Vorrang, zumal die betroffenen Brandstellen auch am nächsten Morgen weiter gelöscht werden können."
Nach sechs Tagen Dauereinsatz konnten die Feuerwehrleute der Hilfeleistungszone DG inzwischen erstmals aus dem Einsatz abgezogen werden. Auch die Fahrzeuge kehren nach und nach zu den Wachen zurück und werden dort gründlich kontrolliert und instand gesetzt. "Sie werden gereinigt, Schläuche und andere möglicherweise durch das Feuer beschädigte Teile werden überprüft und gegebenenfalls ersetzt. Zusätzlich werden unter anderem Ölstand und Luftfilter kontrolliert. Ziel ist es, das gesamte Material wieder vollständig einsatzbereit zu machen, damit die Feuerwehr für den nächsten Einsatz gerüstet ist."
Radio-Interview mit Freddy Paquet im Player:
Olivier Krickel
Spätestens nach diesem Brand wird jeder (hoffentlich) einen anderen Blick auf alle dort involvierten Einsatzkräfte und Helfer haben. Ob die Politik, nach dem im Bereich des Zivilschutzes erfolgten… Kahlschlag der letzten Jahre, endlich ihre Prioritäten neu justiert, bleibt abzuwarten. Niemand wird nach diesem Ereignis noch behaupten können: „Das haben wir nicht gewusst“.
Doch, die Ewiggestrigen schreiben auch im Angesicht der Katastrophe immer noch so sinnentleerte, ja zynische Kommentare, wie die Mitglieder der ostbelgischen Gegenpol-Sekte: „Waldbrände sind etwas normales. Da müssen die Menschen sich dran gewöhnen.“
Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel…
Waldbrände sind auch etwas natürliches,solange es durch die Natur angefacht wird, wie Blitzeinschlag. Schlimm sind die Hirnlose, die bei solcher Wetterlage im Wald grillen, rauchen oder sonstige Feuer machen. Noch schlimmer sind die, die absichtlich Feuer legen. Ich dachte die Menschen wären so Klima bewusst. Was da an Feinstaub und CO2 produziert wurde, könnten wir Jahrzehnte Auto fahren.
Noch etwas Herr Leonard am. Weil Sie keine Gegenargumente für die Aussagen von Gegenpol haben, wollen Sie diese Leute einfach immer nur beleidigen. ich kenne die Leute von Gegenpol. Es sind Weitgereiste Gebildete Männer, und wissen schon wovon sie reden.