Die Tierschutzorganisation Gaia hat scharfe Kritik an einer Aktion auf der Landwirtschaftsmesse in Libramont geübt. Am vergangenen Wochenende konnten Kinder dort lebende Kälber bemalen. Laut Gaia verstößt das gegen den wallonischen Tierschutzkodex. Das Gesetz verbiete das künstliche Färben oder Bemalen von Tieren ausdrücklich, schreibt Gaia.
Besonders kritisch sehen die Tierschützer, dass auch Politiker an der Aktion teilgenommen haben, darunter die wallonische Landwirtschaftsministerin Anne-Catherine Dalcq (MR) und der Präsident des Wallonischen Parlaments, Willy Borsus (MR).
Gaia fordert jetzt vom wallonischen Minister für Tierschutz, Adrien Dolimont, dass er den Vorfall untersucht und Maßnahmen ergreift, damit sich ähnliche Aktionen in Zukunft nicht wiederholen. Für Gaia stellt es die Glaubwürdigkeit der Tierschutzgesetzgebung infrage, wenn Politiker öffentlich mit Verstößen dagegen in Verbindung gebracht werden.
mitt/ake
Wichtig bleibt, dass den Tieren kein Stress entsteht durch Hitze und Lärm der putzmunteren und kräftigen Männer und Frauen vor Ort aufm "Festivalgelände".
Der Farbanstrich dürfte abhängig von der Geschmacksrichtung jedes einzelnen Tieres positiv, negativ oder gleichgültig wirken, und [kein Tattoo] bleibt reversibel.