Das Frankental in Manderfeld: Der Großteil des Waldes gehört der Wallonischen Region und wird vom Forstamt Büllingen verwaltet. Wenige Privatbesitzer verfügen hier über eigene Parzellen. Einer von ihnen ist Andreas Tangeten.
Seine Waldparzelle ist rund 13.000 Quadratmeter groß. Ein etwa 200 Meter langer Bachlauf durchquert das Grundstück. "Das Gesetz sagt, dass links und rechts vom Bachlauf ausgehend kein Selbstwuchs stehen darf." Mit Selbstwuchs sind hier vor allem junge Nadelbäume gemeint, die sich von selbst aussäen. Sie sollen entlang der Bachläufe entfernt werden, weil sie das Gewässer versauern können.
Tangeten erhielt deshalb ein Protokoll vom Forstamt. Er musste den Bachlauf auf seiner Parzelle von Selbstwuchs befreien und zusätzlich 250 Euro bezahlen. "Ich habe einen Fehler gemacht. Ich bezahle alles. Kein Problem. Ich habe aber gefragt: Wie sieht es mit euren Parzellen und Bachläufen aus? Da ist nämlich nichts gemacht. Darauf hat der Vorarbeiter geantwortet: 'Das ist eine ganz andere Sache. Das geht dich gar nichts an.'"
Nur einen Steinwurf entfernt liegt eine Parzelle, die heute der Wallonischen Region gehört. Früher war sie Eigentum von Andreas Tangeten. Nach einem Flächentausch wurde sie laut ihm seit mindestens acht Jahren nicht mehr gepflegt. "Die Parzelle ist rund 300 Meter lang. Auf der gesamten Länge finden Sie junge Fichten entlang des Bachlaufs."
"Mich stört, dass der ehemalige Forstamtsleiter mir aus Boshaftigkeit ein Protokoll gegeben hat und selbst das Gesetz nicht einhält." Mit den Aufnahmen konfrontiert, räumt Susanne Heinen, Leiterin der Forstdirektion Malmedy-Büllingen, ein, dass auf dieser Parzelle Handlungsbedarf besteht.
"Ich kann Ihnen versichern, dass die Stellen, wo sich viel Selbstwuchs befindet, nicht so bleiben werden. Das ist nicht richtig, dass die Situation so ist, wie sie ist. Aber wir sind aktuell damit beschäftigt, über andere Finanzierungsmechanismen an zusätzliche Gelder zu kommen, damit wir Unternehmen beauftragen können, um das zu entfernen." Warum die Arbeiten nicht mit eigenen Waldarbeitern erledigt werden, erklärt Heinen mit Personalmangel.

Die Direktion Malmedy-Büllingen umfasst fünf Forstämter und verwaltet den größten Anteil an Wäldern der Wallonischen Region. Statt der benötigten 22 Waldarbeiter stehen derzeit jedoch lediglich sieben zur Verfügung. "Es sieht auch nicht so aus, als würden Waldarbeiter nachrücken. Das ist für uns ein großes Problem. Gleichzeitig werden auch die finanziellen Mittel knapp."
Für Andreas Tangeten endet die Kritik damit nicht. Er zeigt auf einen weiteren Bachlauf. Die angrenzende Fläche gehört der SNCB. "Hier befindet sich Selbstwuchs am Bach, der nicht beseitigt worden ist. Ich stelle mir die Frage, ob die SNCB auch ein Protokoll bekommt."
"Jeder ist dem Gesetz unterstellt", sagt Susanne Heinen. "Das gilt auch für die SNCB. Die praktische Umsetzung ist jedoch schwieriger. Die Förster reden in erster Linie mit den Besitzern persönlich. So einen Ansprechpartner haben wir bei der SNCB nicht. Die Umsetzung ist in der Tat sehr schwierig mit so einem Unternehmen."
Am Ende bleibt die Frage der Gleichbehandlung. Die Forstdirektion verweist auf schwierige Rahmenbedingungen - Tangeten fordert: gleiche Maßstäbe für alle.
Dogan Malicki






Passt in´s Muster: schlag die, die sich nicht wehren können.
Das ich nicht lache...
So einen Ansprechpartner haben wir bei der SNCB nicht
Die Umsetzung ist in der Tat sehr schwierig mit so einem Unternehmen.
Aber bei einer privat Person , geht das einfach per Post!!!
Mal wieder typisch SYSTEM 🫵🫵
Die Kleinen hängt man und die Dicken läßt man laufen!
Wenn Frau Heinen zu wenig Personal hat, dann soll sie doch bitteschön selbst zur Axt greifen!
Die Entschuldigung von Frau Heinen ist mehr als dürftig. Jedes Unternehmen besitzt eine Steuernummer sowie eine Postadresse, diese kann man über das Impressum auf der website erfahren. Wenn die SNCB nicht darauf reagiert, ist Frau Heinen angehalten die Forderung über einen Anwalt durchzusetzen. Ansonsten ist sie für den Job ungeeignet. Herr Tangeten, chapeau!