In Amel gibt es den konkreten Plan, eine Gemeinschaftspraxis unterhalb des Parkplatzes des KFC Amel zu errichten. Initiiert wird das Projekt von den in Amel tätigen Ärztinnen Jennifer Müller und Marie-Christine Arens. Für die Umsetzung erwerben sie ein Teilstück einer Gemeindeparzelle. Der Bauantrag wird laut Bürgermeister Erik Wiesemes bis zur nächsten Gemeinderatssitzung im September in der Verwaltung erwartet.
Wiesemes bezeichnete das Vorhaben als gutes Projekt für Amel. Die Gemeinde mache deshalb bei dem Parzellenverkauf eine Ausnahme, da dort eigentlich ein Wohnhaus entstehen müsste. Im Zuge des Projekts überlässt der KFC Amel der Gemeinde seinen Vereinsparkplatz unentgeltlich - unter der Bedingung, dass das Fahrrecht für den Verein gesichert ist und das Fußballgelände weiterhin erreichbar bleibt.
Wiesemes würdigte diesen Schritt: Auch wenn der Parkplatz einst von der Gemeinde angelegt worden sei, sei eine kostenlose Abgabe keineswegs selbstverständlich. Zusätzlich zum bestehenden Parkplatz sind an der Gemeinschaftspraxis weitere Stellplätze geplant, darunter auch barrierefreie.
Amel erhöht den Wasserpreis ab dem 1. Januar 2027 auf 2,90 Euro pro Kubikmeter. Eigentlich müsste der Preis bei etwas mehr als 3,20 Euro liegen, um die Gesamtkosten für die Gemeinde zu decken, so Bürgermeister Wiesemes. Eine vollständige Preisanpassung soll es aber vorerst nicht geben, sondern nur Schrittweise.
Wiesemes, der auch Präsident der Polizeizone Eifel ist, wurde im Ameler Gemeinderat auch nach seiner Meinung zu der von Eupens Bürgermeister Thomas Lennertz geforderten Fusion der Polizeizonen Eifel und Weser-Göhl befragt. "Wir lassen uns in der Eifel nicht unter Druck setzen", sagte Wiesemes wortwörtlich. Man gehe ergebnisoffen und ohne Zwang in Gespräche. Im Mittelpunkt müsse das Personal und die Polizeiarbeit stehen. Alles andere sei zweitrangig.
Für das Verstädterungsprojekt im Ortszentrum von Born wird der Ameler Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie für ein sogenanntes "kaltes Nahwärmenetz" in Auftrag geben. Ein kaltes Nahwärmenetz transportiert Wasser mit niedrigen Temperaturen von meist unter 20 Grad Celsius von einer zentralen Umweltwärmequelle - wie zum Beispiel Erdwärme - zu den einzelnen angeschlossenen Gebäuden. Vor Ort hebt eine dezentrale Wärmepumpe in jedem Haus das Temperaturniveau auf den für Heizung und Warmwasser benötigten Wert an.
Da das Netz selbst kaum Wärme an die Umgebung verliert, gilt dieses System als besonders effizient und ermöglicht im Sommer zudem eine umweltfreundliche Kühlung der Häuser. Das System der kalten Nahwärme ist im Vergleich zur klassischen Fernwärme aktuell noch ein Nischenprodukt. Ziel der Studie sei es, zu prüfen ob es überhaupt funktioniert und ob es finanziell Sinn ergibt, so Umweltschöffe Frédéric Arens.
Die nächste Gemeinderatssitzung von Amel findet am 1. September 2026 statt.
Manuel Zimmermann
War das nicht schon vor mehr wie nem Jahrzehnt "in Planung"?
Mir wurd um 2014 immer erzählt, jetzt käme angeblich sofort mal das Ärtzehaus.
Doch scheinbar nichts wurd gemacht.