Der Regionalsender Vedia steht unter finanziellem Druck. Die Stadtverantwortlichen von Verviers haben beschlossen, die Vereinbarung mit dem Sender aufzulösen und neu zu verhandeln. Die Entscheidung muss noch durch den Gemeinderat am 29. Juni bestätigt werden. Das gilt aber als Formsache.
Ab 2027 will Verviers die Unterstützung für Vedia um ein Viertel kürzen. Aktuell liegt diese bei 150.000 Euro. Hintergrund sind Sparmaßnahmen der Stadt. Noch weiter geht die Gemeinde Olne. Sie will die finanzielle Unterstützung für Vedia ab 2027 vollständig einstellen, auch aus finanziellen Gründen.
Vedia-Direktor Urbain Ortmans warnt vor den Folgen dieser Entscheidung: Die Beiträge der Gemeinden seien eine wichtige Voraussetzung für das Fortbestehen des Senders. Er hofft, im Dialog mit den Gemeinden eine Lösung zu finden.
Die CSC-Gewerkschaft stellt sich hinter den Regionalsender. Die Gewerkschaft warnt in ihrer Pressemitteilung vor den Folgen für die lokale Berichterstattung. Vedia leiste einen wichtigen Beitrag zur demokratischen, kulturellen und sozialen Entwicklung der Region und biete Informationen, die große Medienhäuser oft nicht abdecken, heißt es.
Nach Ansicht der CSC sind lokale Fernsehsender gerade in Zeiten von Desinformation unverzichtbar. Die Gewerkschaft weist auch auf mögliche Auswirkungen für die Beschäftigten hin und ruft die politisch Verantwortlichen dazu auf, den Dialog mit den lokalen Medien zu suchen.
meuse/mitt/ake