Die Föderale Polizei verstärkt ihre Drogenfahndungsstelle in Verviers. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung der Region für den internationalen Drogenhandel und die zunehmende Gewalt in der Szene.
Laut der Zeitung La Meuse soll die Einheit zunächst aus acht Ermittlern bestehen. Ab dem 1. September soll sie voll einsatzfähig sein. Nach Angaben der Ermittler begünstigen die Nähe zu Deutschland und den Niederlanden sowie die großen Verkehrsachsen die Aktivitäten der Netzwerke.
Die Polizei registriert unter anderem den Handel mit Kokain, Cannabis, Ecstasy und Methamphetamin. Auch Labore für synthetische Drogen und Lager für Chemikalien spielen eine Rolle.
Sorge bereitet den Ermittlern auch die zunehmende Bewaffnung der Täter. Die Netzwerke seien heute besser organisiert und stärker abgeschottet als früher. Die Drogenfahndungsstelle will sich nach eigenen Angaben vor allem auf die Hintermänner, die Finanzströme und die Gewinne aus dem Drogenhandel konzentrieren.
meuse/gaz