Beamte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden waren am Montag bei einer groß angelegten Kontrollaktion gemeinsam im Einsatz. Kontrolliert wurde am Grenzübergang Lichtenbusch, an den Grenzübergängen Köpfchen und Bildchen und an weiteren Kontrollpunkten entlang der Landstraßen.
Neben Polizeibeamten waren auch Zollbeamte, Mitarbeiter der Steuerkontrolldienste und der Autosécurité im Einsatz. Insgesamt waren rund 400 Beamte und 23 Behörden beteiligt.
Die Bilanz: 1.193 Fahrzeuge und 1.794 Personen wurden kontrolliert, 79 Strafanzeigen gestellt. Acht Personen wurden festgenommen, drei davon wurden per Haftbefehl gesucht. Bei der Durchsuchung eines PKW wurden 28.000 Euro Bargeld gefunden, dessen Herkunft die Insassen nicht erklären konnten.
Bei den LKW wurden 74 Übertretungen festgestellt, darunter Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten und mangelhafte Sicherung der Ladung.
Ziel der Aktion war nicht nur die Bekämpfung von Straftaten und das Protokollieren von Verstößen. Ebenso wichtig ist für die Behörden die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienste über Ländergrenzen hinweg. "Die Beamten sollen bei den gemeinsamen Kontrollen vor allem die Herangehensweise der Kollegen kennenlernen und ihre Zusammenarbeit verbessern", erklärt Eric Hellebrandt, Pressesprecher der Polizeizone Weser-Göhl.
Eine besondere Herausforderung seien die unterschiedlichen Gesetzeslagen in den drei Ländern. Hinzu komme, dass Verdächtige die Grenze oft innerhalb weniger Minuten überqueren können.
Für die beteiligten Behörden misst sich der Erfolg solcher Einsätze deshalb nicht allein an Festnahmen oder Sicherstellungen. Entscheidend sei vor allem, dass die Zusammenarbeit zwischen den belgischen, deutschen und niederländischen Diensten im Ernstfall reibungslos funktioniere. Weitere gemeinsame Kontrollen sind bereits geplant.
Gaby Zeimers













