Fünf Jahre nach dem verheerenden Hochwasser von 2021 erinnert das Projekt "Mémoires des eaux" an die Katastrophe in der Wesertalregion. In den kommenden Wochen macht die Initiative Station in Limbourg, Verviers, Angleur und Eupen.
Im Mittelpunkt steht ein geschützter Raum in Form eines Tropfens aus Holz und Stoff. Dort können Betroffene ihre Erinnerungen, Gefühle und Erfahrungen teilen. Die Gespräche dauern etwa 90 Minuten und finden einzeln statt.
Das Projekt wurde vom Lütticher Theater gemeinsam mit dem Nationaltheater Gent entwickelt. Ziel ist es, den Menschen Raum zum Erinnern und Verarbeiten zu geben.
Am Ende jeder Begegnung wird ein Gefühl festgehalten und mit einem Titel versehen. Der Pianist David Kisser greift diesen Moment musikalisch auf und lässt daraus eine improvisierte Komposition entstehen. Die gesammelten Erfahrungen fließen auch in eine Gedenkskulptur ein.
Im Alten Schlachthof in Eupen macht das Projekt vom 1. bis 5. Juli Halt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich auf der Webseite des Alten Schlachthofs.
Die Stationen
- 10. bis 14. Juni: Kirche von Dolhain-Limbourg
- 17. bis 21. Juni: Kirche Saint-Remacle in Verviers
- 24. bis 28. Juni: Kirche Sacré-Coeur in Angleur
- 1. bis 5. Juli: Alter Schlachthof in Eupen
mitt/avenir/re