Der Bürgermeister von Kelmis, Daniel Hilligsmann, hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vorgeschlagen, um eine mögliche Zusammenlegung der beiden Polizeizonen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu erörtern.
In einer Mitteilung des Kelmiser Bürgermeisters heißt es, vieles spreche für eine "ergebnisoffene Überlegung" über eine mögliche Fusion. In einer solchen Arbeitsgruppe sollten laut Hilligsmann Vertreter der Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel vertreten sein.
Durch eine mögliche Fusion der beiden Polizeizonen könnten "wertvolle Skaleneffekte" freigesetzt werden, so Hilligsmann. Er sieht in einem solchen Schritt zudem "bessere Möglichkeiten zur Spezialisierung und zur effizienten Ressourcennutzung" und verweist dabei auf Aufgaben, die stets komplexer würden.
Hilligsmann betonte: "Natürlich dürften durch eine mögliche Polizeifusion keine Dienstleistungen vor Ort verloren gehen. Ebenso müsste sichergestellt werden, dass keine Finanzierungsnachteile entstehen". Er ergänzte, dass bei einer Fusion ersten Berechnungen zufolge in einem Zeitraum von fünf Jahren mit föderalen Sonderzuwendungen von rund 500.000 Euro zu rechnen seien.
Mitte Mai war in der Kammer die Zusammenlegung der sechs Brüsseler Polizeizonen beschlossen worden. Innenminister Bernard Quintin regte die Fusion weiterer Polizeizonen an.
mitt/moko