Vor allem aus Sicherheitsgründen gibt es einen Leitfaden für das Baden in der freien Natur und für Wassersportaktivitäten. Ziel ist es, vor Ertrinken und anderen gesundheitlichen Risiken zu schützen.
Das Schwimmen in den wallonischen Wasserstraßen ist grundsätzlich verboten. Grund dafür sind der Schiffsverkehr und teilweise starke Strömungen. Einige Bereiche bilden allerdings eine Ausnahme: Dort darf unter der Aufsicht eines Schwimmvereins gebadet werden. Diese Zonen erfüllen bestimmte Sicherheits- und Qualitätskriterien und sind entsprechend ausgeschildert.
Außerdem gilt: Nicht alkoholisiert ins Wasser gehen und niemals aufgeheizt direkt in eiskaltes Wasser springen. Ein plötzlicher Temperaturschock kann den Körper überfordern und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen.
Regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität
Der Öffentliche Dienst der Wallonie weist zudem darauf hin, ausschließlich offizielle Badestellen zu nutzen. Andere Orte mögen zwar geeignet erscheinen, ihre Wasserqualität wird jedoch nicht regelmäßig kontrolliert. Manche Stellen können sogar gefährlich sein - wie zum Beispiel ehemalige Steinbrüche.
In der Wallonie gibt es rund 30 offizielle Badestellen in der Natur, an Flüssen oder Seen. In der Region zählen dazu die Badestellen am See von Robertville, am See von Bütgenbach - mit einer Wassertemperatur von 21 Grad am Mittwochmittag, wie BRF-Wetterexperte Karsten Brandt herausgefunden hat - und die Badestelle am Rechter Weiher.
Diese Stellen werden während der gesamten Saison regelmäßig vom Öffentlichen Dienst der Wallonie und dem Institut scientifique (ISSeP) kontrolliert. Die Wasserqualität wird bereits ab Anfang Mai überprüft und bei ausgezeichneter Wasserqualität wöchentlich oder alle zwei Wochen weiter analysiert.
Wassersport
Auch für Wassersportler gibt es Regeln. Informationen zum Befahren von Gewässern mit Kajak oder Stand-Up-Paddel stellt die Wallonie online zur Verfügung. Dabei wird zwischen touristischen und sportlichen Strecken unterschieden.
Die touristischen Strecken befinden sich unter anderem an der Amel, der Ourthe oder der Lesse. Sie sind grundsätzlich das ganze Jahr über zugänglich, allerdings abhängig von Wetterbedingungen und geltenden Vorschriften. Bei normalen Wasserständen eignen sie sich auch für Anfänger.
Die sportlichen Strecken liegen in den Oberläufen größerer Flüsse sowie an kleineren Flüssen wie der Our, der Sûr, der Vierre, der Aisne oder der Salm. Sie dürfen nur im Herbst und Winter befahren werden und richten sich an erfahrene Paddler, da manche Abschnitte schwer zugänglich sind.
Wer die Abkühlung an Seen und Flüssen genießen möchte, sollte sich vorher informieren.
spw/lo