Die Gemeinden Amel und Burg-Reuland haben vereinbart, die Arbeiten zum Wegeunterhalt im nächsten Jahr gemeinsam auszuschreiben. Beide Gemeinderäte gaben parallel am Dienstagabend ihre Zustimmung.
Nach den Worten des Burg-Reuländer Bau- und Wegeschöffen Jean Lafleur erhoffen sich die beiden Gemeinden durch das größere Auftragsvolumen bessere Preisangebote. Das kenne er noch aus seiner früheren beruflichen Tätigkeit für die wallonische Straßenbauverwaltung. Letztlich hätten auch die Unternehmen etwas davon.
Außerdem teilen sich die beiden Gemeinden prozentual zum Wert der Arbeiten die Kosten für den gemeinsamen Projektautor. Er soll die Auftragsunterlagen vorbereiten und die Arbeiten überwachen.
Die Gemeinde Amel tritt als Bauherr und federführender Projektpartner auf. Für die Ausführung der Arbeiten auf dem eigenen Gemeindegebiet sowie für die Zahlung bleibt jede Gemeinde für sich verantwortlich.
Amels Bauschöffe Thomas Jacobs wies darauf hin, dass sich künftig weitere Gemeinden an der gemeinsamen Ausschreibung beteiligen könnten. Die Bereitschaft, die Kooperation zu erweitern, wurde ausdrücklich auch im Reuländer Gemeinderat unterstrichen.
Romano Schmitz und Schöffin Karla Schommers fanden es zum jetzigen Zeitpunkt aber gar nicht so schlecht, mal mit zwei Gemeinden zu starten.
Stephan Pesch
Die Hoffnung, dass "...größere Auftragsvolumen bessere Preisangebote..." versprechen verbirgt oft, dass lokale Kleinanbieter da nicht mithalten werden können... Das weiss auch ein Herr Lafleur, der weiterhin Beziehungen (wie unlängst die Presse meldete) bis hoch zum verantwortlichen Minister pflegt. Zu Gross zu denken, könnte sich da auch als Fatal erweisen...