Die Synagoge in Lüttich ist wieder geöffnet, fast zwei Monate nach der Explosion eines Sprengsatzes. Die Feier am Sonntagnachmittag fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga sperrten Sicherheitskräfte die Rue Léon Frédéricq vollständig ab. Polizei und Militär sicherten den Bereich. Nur wenige ausgewählte Gäste nahmen an der Zeremonie teil. Unter den Gästen waren Bürgermeister Willy Demeyer, US-Botschafter Bill White, Oberrabbiner Albert Guigui und Bischof Jean-Pierre Delville.
Die Explosion hatte sich in der Nacht vom 8. auf den 9. März ereignet. Dabei gab es keine Opfer. Die Justiz hatte die Tat als terroristischen Anschlag eingestuft. Das Gotteshaus blieb seitdem geschlossen.
Oberrabbiner Guigui sagte, Terroristen zielten auf Synagogen, um Institutionen zu destabilisieren. Die Anwesenheit bei der Wiedereröffnung sei deshalb wichtig. Bischof Delville erklärte, die Wiedereröffnung sei ein Moment der Hoffnung nach einer Zeit der Angst. Er betonte, es sei wichtig, sich geeint zu zeigen.
belga/gaz