Für die fachliche Begleitung der Ausführungsphase des Ausbaus der Gemeindeschule Walhorn hat der Gemeinderat Lontzen die Bezeichnung einer Projektautorengruppe beschlossen. Die Mitglieder der Oppositionsfraktion Union enthielten sich bei der Abstimmung.
Auch die weiteren administrativen und fachlichen Schritte soll diese Gruppe begleiten, darunter die Einreichung des Projektes bei der Deutschsprachigen Gemeinschaft, betonte Schulschöffin Sandra Houben-Meessen.
Vor rund zwei Wochen sei die Genehmigung für den Ausbau erteilt worden, sagte sie. Das Bestreben sei, dass das Projekt so effizient wie möglich über die Bühne geht und so gut wie möglich mit dem Schulalltag vereinbar sei - deshalb wolle man eine Projektautorengruppe gewinnen, so die Schulschöffin.
Nadia Kittel von der Union sagte, man habe sich nicht vom Versprechen blenden lassen, dass der Umbau der Schule zügig und kostengünstig umgesetzt werden könnte. Es sei von mehr Komfort für die Schüler und besseren Lernbedingungen die Rede gewesen. Und es sei versprochen worden, dass die Arbeiten ohne große Beeinträchtigungen des Schulalltags durchgeführt werden könnten. "Dass dieser Plan nicht eingehalten werden konnte, überrascht heute wohl niemanden. Der Umbau verzögert sich voraussichtlich um ein weiteres Jahr, gleichzeitig steigen die Kosten in schwindelerregende Höhen", so Kittel.
Es sei bekannt, dass die Union mit dem Projekt als solches nicht einverstanden war, entgegnete die Schulschöffin. "Es ist auch richtig, dass sich der Zeitplan verschiebt. Was die öffentliche Ausschreibung angeht: Das ist ein laufendes Verfahren, dazu dürfen wir heute Abend nichts sagen", so Houben-Meessen.
Finanzschöffe José Grommes betonte, an der Schule in Walhorn müsse unbedingt etwas geschehen. "Die Dachsanierung ist unumgänglich und seit Jahren fällig", sagte er.
Ankauf von Dreiseitenkipper: Entscheidung vertagt
Auf den 11. Mai vertagte wurde eine Entscheidung über den Ankauf eines Dreiseitenkippers für den Bauhof. Yannick Heuschen von Ecolo hatte nachgefragt, für welchen Zweck, für welche Last und für welche Art der Anmeldung das zu kaufende Fahrzeug gedacht sei. In Bezug auf die Last antwortete Bauschöffe Werner Heeren (Energie), dass er den genauen Wert im Lastenheft nachsehen müsse.
Heuschen merkte an, dass die meisten Camionetten Dreieinhalbtonner seien. Und wenn es dann noch eine Camionette sei, die zu drei Seiten kippen könne, "bleibt meistens nur noch eine Last von 300 Kilo - um den Dreh -, die man damit befördern kann", sagte Heuschen. Da könne man für denselben Preis möglicherweise besser ein polyvalentes Fahrzeug erwerben.
Die Kosten für den Ankauf des Dreiseitenkippers werden auf 60.000 Euro geschätzt. Laut Bauschöffe Heeren soll es den derzeit noch genutzten Kipper ersetzen, der 2014 erworben wurde. "Die Reparaturen in den letzten zwei Jahren wurden immer mehr. Es wird Zeit, dass der ersetzt wird", so Heeren.
Dachsanierung Karolingerplatz 31
Einstimmigkeit herrschte im Gemeinderat Lontzen beim Thema Dachsanierung des Hauses am Karolingerplatz 31 in Walhorn. Dort ist im alten Jugendheim die Kinderkrippe Dorfzwerge untergebracht. Die Kosten werden auf rund 107.000 Euro geschätzt, im Rahmen des Infrastrukturplans gewährt die Deutschsprachige Gemeinschaft einen Zuschuss von knapp über 64.000 Euro.
Vanessa Hagelstein-Schmitz (Union) und Yannick Heuschen (Ecolo) begrüßten, dass die Dacharbeiten an dem Gebäude in Angriff genommen werden. Der Antrag wurde einstimmig genehmigt.
Moritz Korff