In Nordrhein-Westfalen sind 28 Prozent aller Züge verspätet. Das ist der höchste Wert seit Jahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 waren 25,1 Prozent der Züge unpünktlich, im Jahr 2020 waren es nur 13,2 Prozent.
Auf der Regionalexpress-Linie Aachen-Düsseldorf-Dortmund war 2025 mehr als jeder zweite Zug unpünktlich.
Weil die Modernisierung der Strecken Zeit brauche, sei kurzfristig auch nicht mit einer Besserung der Lage zu rechnen. Das System werde sich vermutlich erst in den 2030er Jahren stabilisieren, sagte ein Sprecher des Verbands für Schienennetzbetriebe, Go.Rheinland.
Einen Lichtblick gibt es allerdings: Der Lokführermangel, der in den vergangenen Jahren dazu geführt hat, dass immer wieder Züge kurzfristig ausfielen, ist weitgehend behoben. Als verspätet gilt ein Zug in NRW, wenn er mindestens vier Minuten hinter seinem Zeitplan herfährt.
dpa/dop