China hat Sanktionen gegen sieben europäische Unternehmen und Organisationen aus dem Rüstungs- und Verteidigungssektor verhängt. Zu den sanktionierten Unternehmen zählen unter anderem der belgische Waffenhersteller FN Herstal sowie die FN Browning Gruppe.
Ebenfalls betroffen sind die deutsche Hensoldt AG, spezialisiert auf Radarsysteme und Avionik-Sensoren, sowie die tschechischen Firmen Excalibur und Omnipol, die militärische Ausrüstung herstellen. Darüber hinaus stehen die tschechische Niederlassung des US-Unternehmens Spaceknow, das Satellitenbilder bereitstellt, sowie das Forschungszentrum VZLU Aerospace auf der Liste.
Konkret untersagt Peking chinesischen Exporteuren, die Unternehmen künftig mit sogenannten Dual-Use-Gütern zu beliefern. Dabei handelt es sich um Produkte und Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch verwendet werden können.
Wie das chinesische Handelsministerium am Wochenende mitteilte, wurden die betroffenen Firmen mit sofortiger Wirkung auf eine Exportkontrollliste gesetzt. Hintergrund seien Waffenverkäufe an Taiwan sowie unerlaubte Absprachen mit der Insel.
Peking betrachtet das demokratisch regierte Taiwan als "unveräußerlichen" Teil seines Staatsgebiets und lehnt jede Form offizieller Beziehungen anderer Staaten mit der Insel ab.
FN Herstal wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.
echo/mz
Die Chinesen haben gut gelernt vom Westen. Das nennt man Bumerangeffekt.