Auf 25 Hektar Land baut der Heinsberger Landwirt Arne Hensgens Spargel an. Auf "Juppis Hof" ist er zusammen mit seinem Bruder schon die vierte Generation, die in die Landwirtschaft eingestiegen ist. Jeden Tag müssen die sogenannten "Spargeldämme", in denen der weiße Spargel wächst, nachgegangen werden, denn die Stangen wachsen schnell und müssen zeitnah geerntet werden - von Hand versteht sich.
Zur Ausrüstung bei der Spargelernte gehören Handschuhe, das Spargelmesser und der Spargelkorb. "Das Messer wird täglich geschleift und hat so eine V-Form, damit man schön am Spargel entlang kommt. So sticht man nicht so leicht daneben."
Wird ein Spargelkopf unter der schwarzen Folie entdeckt, geht es ans Stechen - aber vorsichtig. "Der Mitarbeiter sticht fast blind, weil man sieht nicht so richtig, wo man sticht. Eine Spargelpflanze hat fünf oder sechs Stangen und die Gefahr, dass man die falsche trifft, ist groß. Hat man die einmal verletzt, wächst die Stange nicht weiter." Die Spargelernte ist gar nicht so einfach - vor allem, da die Stangen gerne auch mal schief wachsen. Das erhöht das Risiko, die falsche zu treffen.
Auf dem Hof sind in diesen Tagen Erntehelfer im Einsatz, die den Spargel vom Feld holen. Dafür werden sie auch geschult. Ein bisschen maschinelle Unterstützung gibt es bei der Ernte aber doch - und zwar von einer Spargelspinne. Sie hebt die Folie vom Spargeldamm ganz automatisch.
Der abgeerntete Spargel kommt vom Feld und wird zunächst gewogen und gescannt, bevor er ein erstes Mal gewaschen wird. Nach einem zweiten Waschgang werden die Stangen sortiert. Abhängig von Aussehen, Form und Größe der Stangen wird der Spargel sortiert und die Preise zugeordnet. Dann landet er im Hofladen oder in regionalen Verkaufsständen.
Radio-Interview mit Arne Hensgens im Player:
Lena Orban




