Wandern am Europatag - da versteht es sich von selbst, dass die Europäische Vereinigung für Eifel und Ardennen als Ziel einen symbolträchtigen Ort ausgewählt hat: das Europadenkmal bei Ouren nämlich. Ausgangspunkte der Sternwanderungen gibt es - ebenfalls dem Dreiländereck entsprechend - drei, erklärt Franz Bittner, der Präsident der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen.
"Die Wanderungen starten auf belgischer Seite in Oberhausen, auf Luxemburger Seite von Lieler und auf deutscher Seite von Sevenig. Die Wegstrecke ist ungefähr eine Stunde. Alle Gruppen, die beteiligt sind, treffen sich dann am Europadenkmal", so Bittner.
Begleitet werden die Gruppen von Wanderführern. Am Zielpunkt Europadenkmal wartet auf die angemeldeten Teilnehmer ein kostenloser Imbiss - und natürlich grenzübergreifende Begegnungen. Ganz im Sinne der Region und des Symbolgehaltes des Europatages. Für die Rückfahrt der Wanderer zum jeweiligen Ausgangspunkt stellt die EVEA am Nachmittag dann einen Bus zur Verfügung.
Wohlgemerkt nach der Einweihung des 100. Jugendwanderweges, die ebenfalls am 9. Mai erfolgt und sich in ein umfassendes Projekt eingliedert, an dem die vier Landessektionen der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen mitgearbeitet haben. "Diese Wegstrecken haben als besonderes Merkmal, dass sie besonders interessant für junge Menschen sein sollen: von der Landschaft her, von der Geologie her, von den Attraktionen her, die es zu sehen gibt", sagt Bittner.
Inwertsetzung des Europadenkmals soll im Sommer beginnen
Das Europadenkmal bei Ouren steht also am 9. Mai ganz besonders im Mittelpunkt. Und dieser symbolträchtige Ort soll dann in Zukunft in einem ganz neuen Licht erstrahlen. Die EVEA plant eine Inwertsetzung des Denkmals und des Geländes drumherum - unter anderem, indem die Wege und Sitzmöglichkeiten hergerichtet werden.
"Und in einem zweiten Schritt wollen wir diesen Ort attraktiver machen als Ort, wo eine Botschaft für Europa ausgeht. Vor allen Dingen wollen wir es auch interessant gestalten für junge Menschen", erklärt Bittner. "Und in einem dritten Schritt möchten wir die Unterhaltung, die Zukunft gewährleisten und diesen Ort verstetigen. Wir hoffen, dass wir die drei beteiligten Gemeinden - das ist Burg-Reuland auf belgischer Seite, Clervaux in Luxemburg und in Deutschland die Verbandsgemeinde Arzfeld - entsprechend gewinnen können."
Eine Bewilligung eines Zuschusses für das Projekt durch die Europäische Union steht noch aus. Geplant ist gleichwohl, im Sommer mit der Inwertsetzung des Europadenkmals zu beginnen und die Arbeiten dann innerhalb von zwei Jahren abzuschließen.
Moritz Korff