In Elsenborn fand am Ostermontag zum zehnten und letzten Mal "Paulas Wanderung" statt. Die Benefizveranstaltung unterstützt die Krebsforschung.
Die Veranstaltung ist nach Paula Thunus-Masson aus Elsenborn benannt. Die passionierte Wanderin starb vor elf Jahren an einem Mesotheliom - das ist ein Tumor, der fast ausschließlich durch Asbestexposition verursacht wird. Ihr Witwer wolle ihre Erinnerung würdigen und dachte sich deshalb die "Paulas Wanderung" aus. Die Benefizveranstaltung sollte Wanderfreunde zusammenbringen und die Krebsforschung unterstützen.
Auf Wunsch der Organisatoren war es die letzte Veranstaltung zugunsten der Krebsforschung des CHU. Bei strahlendem Osterwetter und hoher Beteiligung war es ein krönender Abschluss, erklärte ein sichtlich gerührter Joseph Simon vom Organisationsteam. "Es ist ein überwältigendes Erlebnis gewesen. Wir haben 1.059 Wanderer da gehabt. Das ist ein Rekord. Ich bin sprachlos."
Alle Erlöse der Veranstaltung gehen an das CHU Lüttich. In zehn Jahren konnten die Veranstalter mehr als 40.000 Euro Spenden sammeln. Künftig sollen andere gute Zwecke unterstützt werden. "Es gibt so viel in Ostbelgien, was man unterstützen kann, da wollen wir auch dort etwas beitragen". Was, das wollen die Organisatoren in den nächsten Monaten entscheiden.
Stolz sind die Organisatoren auf ihren Beitrag für die Krebsforschung und vor allem auf die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre. "Die Veranstaltung wird ja von zwei Wandervereinen organisiert: 'La Godasse' aus Oupeye und den 'Wanderfalken' aus Weywertz. Der erste Verein ist der des Witwers von Paula und da die Veranstaltung in ihrem Geburtsort Elsenborn stattfinden sollte, haben wir von den Wanderfalken uns angeschlossen, um auch Deutschsprachige mit im Boot zu haben", erklärte Joseph Simon.
"Ich bin fast schon neidisch, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschsprachigen und Französischsprachigen hier so gut geklappt hat, wo sie unter Deutschsprachigen oder Frankophonen alleine oft nicht so klappt. Davon könnten wir uns alle eine Scheibe abschneiden."
Anne Kelleter