Der Bürgermeister von Verviers ist in Russland für einen Rentenbetrug missbraucht worden.
Wie Maxime Degey bestätigte, wurde seine Identität in einem gefälschten Dossier verwendet, das bei russischen Behörden eingereicht worden war. Ziel des Betrugs war offenbar die Erlangung höherer Rentenzahlungen durch die Angabe eines fiktiven Kindes. Den Stein ins Rollen brachte die belgische Botschaft in Moskau. In den Unterlagen befand sich eine vermeintliche Geburtsurkunde aus Verviers, die eine Vaterschaftsanerkennung in Belgien belegen sollte. Das Dokument war mit dem Namen des Bürgermeisters, einem gefälschten Stadtsiegel und einer nachgeahmten Unterschrift versehen. Die Unstimmigkeit im offiziellen Siegel ließ den Betrug auffliegen.
Degay hat formell Anzeige erstattet. Hinter der kuriosen Anekdote sieht der Politiker jedoch ein ernsthaftes Problem. Es sei nicht das erste Mal, dass versucht wird, Identitäten für offizielle Dokumente zu stehlen. Der Fall zeige, wie real die Bedrohung durch Dokumentenfälschung sei - selbst über eine Distanz von mehreren tausend Kilometern hinweg.
mz