In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses IV für Gesundheit und Soziales im Parlament der DG hat Björn Klinkenberg von der SP-Fraktion am Mittwoch DG-Ministerin Lydia Klinkenberg auf die Zukunftsperspektiven des St. Vither Krankenhauses und die Umsetzung des "Klinik-Eifel-Ardennen"-Projektes angesprochen.
Laut Björn Klinkenberg fehlt in diesem Zusammenhang ein konkreter Plan für das Seniorenheim St. Elisabeth, für das die Interkommunale Vivias verantwortlich ist. Gleichzeitig sei der Erhalt eines regionalen Allgemeinkrankenhauses an Bedingungen geknüpft, die Experten zufolge noch nicht erfüllt seien.
Die von der DG-Regierung in Aussicht gestellten 100 Millionen Euro seien voraussichtlich nicht ausreichend, um sowohl die Klinik als auch das Seniorenheim vollständig zu finanzieren, so der SP-Abgeordnete weiter. Außerdem wollte er wissen, welche Anpassungen an der geplanten föderalen Krankenhausreform nötig seien, damit das St. Vither Krankenhaus weiterhin als regionales Allgemeinkrankenhaus bestehen könne.
Diana Stiel von der Vivant-Fraktion erkundigte sich bei der Ministerin nach der konkreten Zukunft des St. Nikolaus-Hospitals in Eupen. Auch José Grommes von der ProDG-Fraktion erkundigte sich nach den Krankenhäusern der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
DG-Ministerin Lydia Klinkenberg betonte, dass die Regierung beide Krankenhäuser gleichermaßen im Blick habe: "Insgesamt hat die Deutschsprachige Gemeinschaft zwischen 2019 und 2025 knapp 26 Millionen Euro in das St.-Nikolaus-Hospital investiert und etwas mehr als 17,5 Millionen Euro in die Klinik St. Josef. Die Regierung unterstützt die Krankenhausstandorte also entsprechend der Bedarfe, die die Krankenhäuser anmelden. Und wird das selbstverständlich auch weiterhin tun - sowohl für den Süden als auch für den Norden. So wurde in den letzten Jahren kein einziger Infrastrukturantrag der beiden Krankenhäuser abgelehnt."
js/fk