Ein Priester aus der deutschen Eifel hat offenbar deutlich mehr Geld veruntreut als bisher bekannt. Das Bistum Trier spricht inzwischen von einem Schaden von 579.000 Euro. Der Geistliche war bereits Ende 2024 wegen Untreue verurteilt worden. Damals ging es um mehr als 130.000 Euro aus den Kassen einer Pfarreiengemeinschaft.
Neue interne Kontrollen zeigen nun: Der Mann griff auch auf ältere Konten zu - teilweise bis zurück ins Jahr 2001. Dabei soll er auch Spendengelder eingesteckt haben. Nach Ermittlungen der Polizei nutzte der Priester das Geld unter anderem für Luxusautos und teure Urlaube.
Strafrechtlich hat der Fall kaum noch Folgen: Weitere Ermittlungen wurden wegen Verjährung eingestellt. Kirchlich läuft allerdings noch eine Voruntersuchung. Der Priester ist derzeit von seinen Aufgaben entbunden.
swr/gaz