Zahlreiche Mitglieder der Gewerkschaften CSC und FGTB haben sich am Donnerstagmorgen mit dem Zug in Richtung Hauptstadt aufgemacht. Die Gewerkschaften gehen von rund 400 Ostbelgiern aus.
Mit dabei ist auch Susanne Niessen, Gewerkschaftssekretärin der CSC Ostbelgien: "Wir erwarten heute eine rege Teilnahme und ich hoffe, dass wir sehr viele sind. Wir müssen sichtbar und hörbar für die Regierung sein. Sie müssen uns endlich Gehör schenken. Darüber hinaus wollen wir Einfluss auf die Gesetze nehmen, die aktuell diskutiert werden und hoffentlich nicht so verabschiedet werden, wie sie aktuell geplant sind."
Susanne Niessen kritisiert unter anderem die Verschärfung der Rentenregelung. Man könne nicht in jedem Beruf bis 67 Jahre arbeiten, so die Gewerkschaftssekretärin.
CSC-Mitglied Ralf De Vooght hätte sich am Startpunkt Eupener Bahnhof mehr Teilnehmer gewünscht. "Schauen Sie sich mal um: Wir sind höchstens 30 Personen - von rund 80.000 Ostbelgiern. Wo sind die allemal? Die vermisse ich. Alle regen sich über die Regierung auf und schimpfen ständig. Aber keiner macht was."
Auch Danny Laschet, Generalsekretär der FGTB Verviers-Ostbelgien, nimmt am landesweiten Aktionstag teil: "Die Maßnahmen der Föderalregierung sind sehr einseitig. Sie betreffen in erster Linie die Arbeiterklasse, die Rentner, die Frauen, die Bezieher von Sozialleistungen, die Arbeitslosen und zukünftige Sozialhilfeempfänger. Viele Entscheidungen führen zu einem großen Abbau des sozialen Schutzes in Belgien. Es steht nicht im Verhältnis zu den Maßnahmen, die die Besserverdiener betreffen."
Nationaler Aktionstag: Begrenzte Auswirkungen auch in DG spürbar
Der Aktionstag hat auch Auswirkungen auf die Deutschsprachige Gemeinschaft. So bleiben verschiedene Schulen am Donnerstag geschlossen, weil Lehrer an der Streikaktion in Brüssel teilnehmen.
Auch im öffentliche Nahverkehr ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Die TEC informiert über aktuelle Ausfälle auf ihrer Internetseite. Auch insgesamt 39 Wertstoffhöfe von Intradel bleiben geschlossen.
Nicht von der Schließung betroffen ist der Hof in Raeren. Mit Einschränkungen im Straßenverkehr muss nicht gerechnet werden. Die beiden Gewerkschaften FGTB und CSC sehen von Aktionen in der DG ab und beteiligen sich an den Streikaktivitäten in Brüssel.
dog/moko/re



Ist ja klar... Die Beamten gehen auf die Straße.... Warum? Müssen die Beamten so viele Vorteile gegenüber eines Angestellten oder Arbeiter haben? Warum sollen Lehrer oder Zugführer früher in den Ruhestand gehen als Bauarbeiter?.... Gleiche Rente nach 45 Jahren für alle !!!! Bonus Malus System ist super !!!!!