Die Gemeinde erhält als Vergütung eine jährliche Pacht von sieben Euro pro erzeugter Megawattstunde pro Windrad. Die Summe wird in den kommenden Jahren indexiert. Reinhold Adams von der Liste MFG ging das alles etwas zu flott. Den Mechanismus der Vergütung habe man erst kurz vor der Abstimmung im Gemeinderat mitgeteilt. Es habe in den Planungen nicht die Möglichkeit gegeben, Verbesserungsvorschläge zu machen. Außerdem seien die sieben Euro pro Megawattstunde zu wenig. Die Opposition forderte eine Verlegung der Entscheidung um eine Woche.
Bürgermeister Rainer Stoffels kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen. Es habe eine große Sitzung mit beiden Gemeinderäten (Amel und Büllingen) gegeben und man habe bereits vor Jahren festgelegt, dass die Entschädigung bei sieben Euro liegt. Man habe jetzt ja sogar noch mehr rausgeholt durch die Indexierung. Das war so anfangs nicht geplant in der ursprünglichen Vereinbarung, und Courant d’Air sei da der Gemeinde entgegen gekommen.
Was die Abstimmung angeht, sei man an Fristen gebunden und jetzt müsse nun mal abgestimmt werden in Büllingen und auch in Amel. Die Opposition beendete im Anschluss die Diskussion. Der Punkt wurde einstimmig genehmigt.
Die St.-Mathias-Pfarrkirche in Honsfeld braucht ein neues Dach. Bereits 2024 hat die Kirchenfabrik der Gemeinde in einem Brief geschildert, dass das aktuelle Dach bedenkliche Schäden aufweist. Da diese nicht durch einfache Reparaturarbeiten dauerhaft zu beheben sind, muss das Dach erneuert werden. Das Turmdach ist von den Reparaturarbeiten nicht betroffen, da es bereits vor einigen Jahren wieder hergerichtet wurde.
Der Gemeinderat stimmte den Arbeiten zu, jetzt beginnt die Suche nach einem Projektautor. 60 Prozent der Kosten sollen durch die DG bezuschusst werden, die restlichen Kosten müssen zwischen der Gemeinde und der Kirchenfabrik aufgeteilt werden. Reinhold Adams würde sich freuen, wenn sich die Kirchenfabriken solidarisch zeigen würden und die üblichen 20 Prozent der Kosten gemeinsam tragen. Das sei aber kein Problem, das man heute in der Gemeinderatssitzung lösen könne, antwortete Alexander Miesen auf den Vorschlag.
Die marode Brücke zur Bannmühle über den Ravel wird nicht durch die SPW erneuert oder umgeleitet. Der Öffentliche Dienst der Wallonie hat das Projekt aus budgetären Gründen gestrichen. Seit einem Jahr sind die beiden Wohnhäuser zur Bannmühle von Büllingen abgetrennt. Auch der Ravel muss aus Sicherheitsgründen umgeleitet werden.
Um die Situation zu lösen, möchte die Gemeinde jetzt selbst in die Bresche springen. So soll die alte Brücke mit Hilfe der Straßenbauregie abgerissen werden. Im Anschluss soll durch die Gemeinde eine Rampe angefertigt werden, die die Zufahrt für alle Beteiligten wieder ermöglicht. Die SPW begleitet das Projekt auch im Anschluss logistisch und administrativ. So sollen auch alle Analysen und Vorbereitungen, die bereits getroffen wurden, zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem nimmt der Gemeinderat den Ankauf von drei Parzellen in Mürringen vor. Die knapp 1.000 Hektar im "Dürhassel" und "In der Salmbach" wurden der Gemeinde zum Kauf angeboten. Die Parzellen befinden sich zum Teil in einem Natura-2000-Gebiet. Der Kaufpreis liegt bei knapp 8.500 Euro. Insgesamt 87.755 Forstpflanzen sollen für den Gemeindewald bestellt werden. Darunter knapp 14.000 Nadelhölzer und 74.000 Laubhölzer. Der Kosten belaufen sich auf circa 111.000 Euro.
Die Opposition der Liste MFG stimmte gegen den Ankauf. Die Gemeinde würde zu viel Laubholz kaufen und zu wenig Nadelholz. Auch hier gab es reichlich Diskussionsbedarf über den zukünftigen Umgang mit den Gemeindewäldern in Büllingen. Auch über den Holzverkauf wurde gesprochen. In diesem Jahr war stellenweise deutlich weniger los und es wurde auch weniger verkauft. Die Mehrheit findet den Startpreis von 40 Euro trotzdem gerechtfertigt, da gerade die teuren Lose für mehr Geld weggegangen sind als in den vergangenen Jahren. Nicht gefällte Lose sollen stehen bleiben und werden nicht zum Verkauf angeboten. Nächstes Jahr soll weniger Holz angeboten werden.
Robin Emonts
Ich schätze dass die Unversehrtheit der Landschaft ein wesentlicher Faktor für die Artenvielfalt und, vermutlich für die Meisten wichtiger, den Tourismus ist.
Die Hochfläche von Dreiborn sollte Warnung genug sein.
Es stellt sich hier die Frage, ob das Urteil des Staatsrates gegen den Windpark wirklich abgewartet wurde? Wurde wirklich eine Analyse der Fakten die für oder gegen Windräder sprechen durchgeführt? Ist dieses Gelände wirklich geeignet, um dort Windräder aufzustellen? Wie sieht es mit der Schädigung der Natur aus? Gibt es Speichermöglichkeiten für die Stromspitzen, damit auch wirklich eine wirtschaftliche Nutzung der Energie möglich ist.