Der ostbelgische Regionalabgeordnete Patrick Spies (PS) hat sich beim Umgang mit Agri-Photovoltaik und Flächennutzung für die Wahrung eines ausgewogenen Verhältnisses ausgesprochen.
Wenn landwirtschaftliche Flächen für die Energieerzeugung genutzt würden, müsse gleichzeitig sichergestellt sein, dass der Nahrungsmittelproduktion geeignete Flächen zur Verfügung stehen.
Bei Agri-Photovoltaik werden Solarzellen zwecks Stromerzeugung auf Flächen aufgestellt, die gleichzeitig landwirtschaftlich genutzt werden. Damit könne ein Beitrag zur Erreichung der Klima- und Energieziele geleistet werden, so Spies. Doch es müsse klar definiert werden, unter welchen Bedingungen solche Projekte mit dem landwirtschaftlichen Auftrag vereinbar seien, betont der Regionalabgeordnete.
Es bestehe die Gefahr, dass Photovoltaikanlagen unter dem Deckmantel landwirtschaftlicher Nutzung realisiert würden, während die eigentliche Agrartätigkeit nur noch eine symbolische Rolle spiele, so Spies.
Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zur Übertragung von Umweltkompetenzen an die Deutschsprachige Gemeinschaft ist Spies der Ansicht, dass dieses Thema eine entscheidende Rolle spielen wird.
mitt/moko
wir brauchen nicht noch mehr Fotovoltaik, denn es gibt schon mehr als genug davon.
das Resultat ist, dass in sonnigen Momenten noch mehr ungenutzter Strom produziert wird, egal ob die Paneele auf einem Dach oder einem Feld positioniert sind.
Auch Patrick Spies beweist hier, dass er von der ganzen Materie keine Ahnung hat.
@Guido Scholzen
Das Problem ist nicht, dass wir zu viel Photovoltaik haben, sondern dass unser Energiesystem noch nicht flexibel genug ist.
Mit Speichern, intelligentem Lastmanagement und Netzausbau kann man solche Spitzen sehr gut auffangen und nutzen.
Gerade mit Blick auf die aktuelle Weltlage, steigende Ölpreise und Unsicherheiten bei fossilen Energien sollte eigentlich klar sein: Erneuerbare sind Teil der Lösung, nicht das Problem.