Die wallonische Tierschutzgesetzgebung soll angepasst werden. Die Regierung in Namur verabschiedete den Gesetzentwurf am Donnerstag in erster Lesung.
Laut dem wallonischen Ministerpräsidenten Adrien Dolimont soll die Reform Tiere besser schützen und Vergehen härter verfolgen. Vor allem Wiederholungstäter sollen konsequenter bestraft werden. Außerdem soll die Haltegenehmigung durch ein "Vertrauenszertifikat" ersetzt werden. Das Zertifikat bezieht sich auf alle Personen in einem Haushalt und kann über die Plattform "Mon Espace" abgerufen werden.
Weitere geplante Neuerungen sind zum Beispiel: eine klare Unterscheidung zwischen Züchtern und Verkäufern bei Hunden und Katzen und ein gesetzlicher Rahmen für sogenannte "Katzencafés". Auch ein Verbot von Heimschlachtungen für Schweine, Schafe und Ziegen ist enthalten, dazu gibt es Ausnahmeregelungen. Zudem plant die Regierung auch ein Verbot von Tierverkäufen auf Wochenmärkten.
Kritik kommt von GAIA. Die Tierschutzaktivisten demonstrierten Donnerstagmorgen vor dem Regierungssitz in Namur. Sie werten den Vorschlag als Rückschritt im Vergleich zur aktuellen Gesetzgebung.
belga/ake